Haselhorst

Die Museumswohnung in Haselhorst

Wohnen anno 1930
Wohnen anno 1930

„Erst die Küche – dann die Fassade!”, forderte 1931 die Reichstagabgeordnete Marie-Elisabeth Lüders, auf deren Initiative hin die Reichsforschungssiedlung Haselhorst geplant wurde. Im ältesten Baublock der Siedlung, am Burscheider Weg 21, ist 2013/14 eine Wohnung mit Originalmobiliar aus der Entstehungszeit rekonstruiert worden. Historische Fotos, Unterlagen der Reichsforschungsgesellschaft und Baubefunde aus der jüngsten Modernisierungsphase dienten als Grundlage für die Wiederherstellung der Wohnung im Stil der 1930er Jahre.


Kochmaschine und Sitzbadewanne

Herein in die gute Stube
Herein in die gute Stube

Die Wahl fiel auf eine Wohneinheit, in der besonders viel Originalsubstanz erhalten war: Holztüren mit den originalen Klinken und Türzargen, ein Türspion, Terrazzoböden in Bad und Küche, in den Zimmern historische Holzdielen mit ochsenblutrotem Anstrich. Dazu passend wurde Mobiliar aus der Bauzeit beschafft, darunter eine historische Kochmaschine, eine Kurzbadewanne, ein Badeofen und sogar Vorhangstoffe und Bettwäsche aus den 1930er Jahren. In enger Abstimmung mit der Spandauer Denkmalpflege hat das Architektenbüro Garsztecki+Hartmann die erhaltene Bausubstanz und das Mobiliar aufarbeiten lassen. So wird nacherlebbar, wie die ersten Mieter der Siedlung gewohnt haben.

Besichtigung der Museumswohnung

Die Wohnküche
Die Wohnküche

Die Museumswohnung ist an folgenden Tagen für Besucher geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

So, 26.06.2016 von 14:30 bis 16:30 Uhr
So, 28.08.2016 von 14:30 bis 16:30 Uhr
Sa, 10.09.2016 von 10:00 bis 12:00 Uhr
So, 25.09.2016 von 14:30 bis 16:30 Uhr
So, 30.10.2016 von 14:30 bis 16:30 Uhr
So, 27.11.2016 von 14:30 bis 16:30 Uhr

Ehrenamtliche Mitarbeiter des Gemeinwesenvereins Haselhorst stehen Ihnen vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung.


Veranstaltung am Tag des offenen Denkmals
Sa, 10.09.2016 ab 13 Uhr

Siedlungen der Moderne – 4-stündige Architekturführung durch die Reichsforschungssiedlung Haselhorst, die Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung) und die Wohnsiedlung Charlottenburg-Nord mit Michael Bienert und Thomas M. Krüger

Die Exkursion verknüpft drei Siedlungen der Moderne, an deren Planung Architekten wie Walter Gropius, Hans Scharoun, Fred Forbat, Hugo Häring und Paul Mebes mitwirkten. Die Tour beginnt in der Museumswohnung der Reichsforschungssiedlung Haselhorst, dem größten Wohnungsbauprojekt im Berlin der Weimarer Republik. Mit der U-Bahn geht es weiter zur UNESCO-Welterbesiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung). Nach einer Kaffeepause in der Infostation wird abschließend eine Dachatelierwohnung von Hans Scharoun in einem Hochhaus der Wohnsiedlung Charlottenburg-Nord besichtigt.

Treffpunkt: 13:00 Uhr vor dem Haus Burscheider Weg 21, 13599 Berlin
max. 25 Teilnehmer
Anmeldung erforderlich bis 30. August bei Janine Kühnold per Fon: 030 4708-1541 oder per E-Mail: j.kuehnold@gewobag.de.

Veranstalter: Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft mbH in Kooperation mit der Deutschen Wohnen AG und Michael Bienert und Thomas M. Krüger (Ticket B – Architektur erleben)


Individuelle Führungen

Falls Sie Herrn Bienert für eine individuelle Führung durch Haselhorst und die Museumswohnung zu Ihrem Wunschtermin buchen möchten, dann kontaktieren Sie ihn gern. Er freut sich auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail. Je nach Größe der Gruppe (max. 25 Personen) beträgt der Preis für die Führung zwischen 150,- Euro und 250,- Euro.

Weitere Infos unter www.text-der-stadt.de/Haselhorst.html
Kontakt:
Michael Bienert
Fon: 0160 2689379
E-Mail: haselhorst@text-der-stadt.de