Presse & Medien

13.06.2014

Gewobag bündelt Kompetenz – Energiemanagement unter neuem Dach

Als aktiven Beitrag zur Energiewende hat die Gewobag eine neue Tochtergesellschaft, die Gewobag ED Energie- und Dienstleistungsgesellschaft, gegründet. Sie bündelt alle im Konzern vorhandenen Kompetenzen zum Thema Energie.

Ziel ist es, als professioneller Dienstleister die Energieversorgung der Gewobag-Mietobjekte zu übernehmen und systematisch zu verbessern. Zu den dafür erforderlichen Voraussetzungen, die derzeit geschaffen werden, gehört die Umstellung auf eine sogenannte gewerbliche Wärmeversorgung. Das bedeutet, dass die Gewobag diese Leistung nicht mehr selbst erbringt, sondern die Gewobag ED damit beauftragt. Diese Umstellung erfolgt ab dem 01. Januar 2015 in den Mietobjekten, die an eine Brennstoffanlage angeschlossen sind, also mit Erdgas oder Öl beheizt werden. Die Umstellung erfolgt betriebskostenneutral. Alle von der Umstellung auf gewerbliche Wärmelieferung erfassten Mieter werden im Zeitraum Juni bis September 2014 sukzessive über die Veränderung informiert.

Kraft-Wärme-Kopplung-Offensive bei der Gewobag
Neu ist nicht nur die Umstellung auf gewerbliche Wärmeversorgung. Die neue Tochtergesellschaft ist auch intensiv mit anderen Aufgaben befasst: Dazu zählen neue Wege bei der Stromversorgung. In einer Blockheizkraftwerk-Offensive auf Basis der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird als Nebenprodukt auch Strom erzeugt. Dieser umweltfreundliche Strom wird den Mietern als „Quartier-Strom“ angeboten. Kürzlich startete dazu ein Pilotprojekt im Falkenhagener Feld, Berlin-Spandau. Dieser „Quartier-Strom“ ist in der Regel günstiger als herkömmlicher Strom, der über das öffentliche Netz bezogen werden kann. Die KWK-Offensive ist die Antwort der Gewobag auf die in der Gesellschaft immer wieder geforderte Energiewende.

Die Umstellung auf kleine dezentrale Energieerzeugungseinheiten ist eine der Kernmaßnahmen, um diese herbeizuführen. „Mit der Schaffung der Gewobag ED intensiviert der Gewobag-Konzern sein Engagement für die Energiewende. Die Mieter profitieren davon durch sichere und optimierte Wärmelieferung - und bei Interesse haben sie einen zusätzlichen Nutzen bei der Stromzufuhr. Gleichzeitig stärkt die Gewobag ihre Marktposition,“ sagt Lutz Freitag, Aufsichtsratsvorsitzender der Gewobag. „Alle Berliner/innen und das Land Berlin haben ebenfalls einen Gewinn. Denn die CO2-Belastung wird reduziert und die Wertschöpfung kann vom Ausland in unsere Region verlagert werden“.

Als neues Instrument führt die Gewobag ED ein Energiemanagementsystem ein. Ziel ist es, die Beschaffung von Energie und Brennstoffen zu bündeln. Mit der Implementierung des Energiemanagementsystems werden für die Gewobag ED nutzbare Potentiale mit dem Fokus „Technik“ geschaffen. Diese Portfoliodatenbank dient als Grundlage zur Unterstützung von Energieeffizienzmaßnahmen und später zu Konkretisierungen von Anlagenmodernisierungen. „Das Energiemanagementsystem unterstützt uns auf dem Weg, den Energieeinsatz und die Energiekosten weiter zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“, sagt Gewobag-Vorstand Markus Terboven.

Mit der Umstellung auf gewerbliche Wärmelieferung entwickelt die Gewobag ED zugleich einen Maßnahmenkatalog wie die Energieeffizienz der Anlagen gesteigert werden kann. Dazu gehören zum Beispiel die weitere Verbesserung des Brennstoffverbrauches sowie der Pumpen. Die weiteren Schritte sind die Erstellung eines Fahrplans zur Anlagenmodernisierung sowie eine Analyse, wo überall Blockheizkraftwerke zum Einsatz kommen können.


Dr. Gabriele Mittag
Pressesprecherin Gewobag
Fon: 030 4708-1525
Fax: 030 4708-1520
E-Mail: g.mittag@gewobag.de