Haselhorst

Denkmalgerechte Modernisierung

Neue Balkone am Burscheider Weg
Neue Balkone am Burscheider Weg

Kohleöfen wie in der Erbauuungszeit gibt es in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung schon lange nicht mehr. Bereits in den 1950er Jahren wurde damit begonnen, die Wohnungen ans Fernwärmenetz anzuschließen. Nach und nach modernisierte die Gewobag die alten Wohnblöcke. Doch das reichte nicht aus, um heutigen Wohnbedürfnissen zu genügen. Daher hat die Gewobag von 2003 bis 2013 rund 130 Millionen Euro in die denkmalgerechte Modernisierung von 2743 Wohnungen in Haselhorst investiert. Dabei wurden sämtliche Installationen erneuert und Grundrisse an die Wünsche der Mieter angepasst. Fast alle Wohnungen, die noch nicht darüber verfügten, bekamen einen Balkon.

Vorbildliche Wärmedämmung

Als Antwort auf den Klimawandel muss die Energieeffizienz von Wohngebäuden erheblich gesteigert werden. Die Heizwerte wurden durch ein Wärmedämmverbundsystem an den Fassaden und eine bessere Wärmedämmung der Dächer gesenkt. Alle Fenster sind komplett ausgetauscht worden, denn hier geht in unsanierten Wohnungen viel Wärme verloren. Die neuen Kastendoppelfenster sind innen isolierverglast und mit einem neu entwickelten Lüftungssystem versehen. Bei der Planung aller Maßnahmen arbeiteten die Gewobag und das Architekturbüro Garsztecki + Hartmann eng mit der Denkmalschutzbehörde zusammen.

Respekt vor dem Denkmal

Sanierte Windfänge am Burscheider Weg
Sanierte Windfänge am Burscheider Weg

Ein 1998 bis 2001 gemeinsam ausgehandelter Denkmalpflegeplan bildete die Grundlage für Rückgewinnung der architektonischen Qualität. Alle Blocks erhielten wieder eine einheitlich weiße Putzfassade wie in der Erbauungszeit. Architekturdetails wie Hausnummernleuchten, Türknäufe und die Farbgestaltungen der Treppenhäuser sind originalgetreu wieder hergestellt worden. Außerdem wurden die Hauseingänge nach historischem Vorbild mit Liebe zum Detail rekonstruiert. Die Sorgfalt, mit der die Architekten der 1930er Jahre bei aller Sparsamkeit zu Werke gingen, ist wieder erlebbar geworden. Einladend wirken auch großzügigen Freianlagen, die der Landschaftarchitekt Peter Schmidt-Seifert nach alten Unterlagen teils wiederhergestellt, teils neu gestaltet hat. Mit der denkmalgerechten Modernisierung hat die Gewobag ein bedeutendes Baudenkmal und einen bezahlbaren Wohnort für die nachfolgenden Generationen sichergestellt.