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Günstiges Wohnen für Senioren ab 60 Jahren mit WBS!

Wohnungs Nr.: 0100/01921/0101/0117
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Grundriss

Grundriss

Bildgalerie

Mietpreis

  • Grundmiete
    187,59 Euro
  • VZ Betriebskosten kalt
    81,00 Euro
  • VZ Betriebskosten warm
    90,00 Euro
  • Gesamtmiete
    358,59 Euro
  • Kaution
    478,95 €

Allgemeine Angebotsdaten

  • Anschrift
    Heerstr. 455, 13593 Berlin
  • Bezirk/Ortsteil
    Spandau 
  • Beschreibung
    Neubau
  • Etage
    5
  • Anzahl Zimmer
    1
  • Fläche in m²
    31,26 m²
  • Frei ab
    01.12.2021

Merkmale

  • Breitbandkabelanschluss
  • barrierearme Wohnung
  • Nachtstromheizung
  • Warmwasserversorgung dezentral - Durchlauferhitzer
  • Balkon/Terasse
  • Haustiere erlaubt

Energieausweisdaten

  • Energieausweistyp
    VERBRAUCHsorientiert
  • Energiekennwert
    160,70 kWh/m²a
  • Energieträger
    Strom
  • Baujahr
    1973
  • Energieeffizienzklasse
    F

Objektbeschreibung

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der angebotenen Wohnung um ein Objekt in unserem Seniorenwohnhaus handelt. Ein Einzug ist ab dem 60. Lebensjahr möglich. Für die Anmietung benötigen Sie einen WBS mit dem Merkmal "Alte Menschen". Die schicke Wohnung ist bequem mit einem ebenerdigen Aufzug zu erreichen und bietet ein hell gefliestes Badezimmer mit Badewanne. Der Fußboden wurde mit einem pflegeleichten Vinyl versehen. Ein Balkon und ein Keller sind selbstverständlich auch vorhanden. Die Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf sind fußläufig zu erreichen, sowie das Naherholungsgebiet rund um den Hahneberg. Sollten wir Ihr Interesse an unserem Angebot geweckt haben, schicken Sie uns eine Anfrage und füllen dazu das notwendige Kontaktformular aus. Hinweis Preisangabenverordnung Es fallen zusätzliche Kosten neben dem Mietpreis an, da die Wohnung wie folgt ausgestattet ist: Warmwasserversorgung dezentral - Durchlauferhitzer

Sonstiges

ACHTUNG: Cyberkriminelle versuchen sehr professionell das Design unserer E-Mails nachzuahmen, um Sie über einen Link auf manipulierte Websites zu leiten und persönliche Daten von Ihnen zu erlangen oder Sie zu Zahlungen aufzufordern. Unser Vermietungsprozess verlangt kein Dokumentenupload vor der Wohnungsbesichtigung. Wir stellen keine Mietverträge über einen Download-Link bereit. Wir fordern Sie auch nicht auf, Zahlungen zu leisten. Achten Sie bei jeder E-Mail genau darauf, wohin ein Button (Link) den Sie anklicken sollen, oder die E-Mail, wenn Sie auf „Antworten“ gehen, führt. Unsere Angebote sind provisionsfrei. Als Mieter zahlen Sie für die Vermittlung des Mietvertrags keine Provision, sofern Sie nicht selbst einen Vermittler/Makler beauftragt haben. Im Auftrag der Gewobag tätige Vermittler werden keine Provision von Ihnen verlangen. Anbieter Eigentümer/Vermieter oder Verwalter des jeweiligen Mietobjekts ist Gewobag Wohnungsbau-Aktien- gesellschaft Berlin. Die Gewobag MB Mieterberatungsgesellschaft mbH übernimmt den Vermietungsservice für diese Gesellschaft. Weitere Informationen finden Sie unter www.gewobag.de/datenschutz .

Grundriss

Spandau

Das heißt: sich wohlfühlen in verkehrs- und einkaufsgünstiger Lage, viel Grün direkt vor der Haustür und doch nur wenige Minuten vom Berliner Stadtzentrum entfernt. Spandau bietet eine wunderschöne Altstadt mit Fußgängerzone, das große Einkaufszentrum „Spandauer Arkaden“, Parks und Grünanlagen direkt an der Havel, und auch die Brandenburger Wälder sind nicht weit.

Wohnanalage in verschiedenen Rottönen in Spandau

In Spandau verfügen wir in unterschiedlichen Lagen über ca. 6.500 Wohnungen verschiedensten Baualters, vornehmlich mit Zentralheizung und Balkon. Ob Single oder Familie mit Kindern – wir bieten für alle Bedürfnisse entsprechende Wohnungsgrößen an. Garagen und/oder Stellplätze gehören auch zur Ausstattung unserer Wohnanlagen.

Wir freuen uns, wenn Sie sich für unsere Wohnungsbaugesellschaft entscheiden, und versichern Ihnen, dass wir Sie als unseren Partner stets mit Kompetenz und Erfahrung begleiten.

Spandau: „ausgezeichnetes“ Wohnen für Familien

Kind sitzt auf Spielhausdach im Hintergrund ist die Wohnanlage zu sehen

Beim Wettbewerb „Familien-Freunde 09“ erhält die Gewobag einen Sonderpreis für familienorientiertes Wohnen: Das Projekt „Zukunft Falkenhagener Feld“ wurde für die Förderung des generationsübergreifenden Zusammenlebens und die Förderung von Gesundheit ausgezeichnet.

Wohnungsangebote in Spandau

Falkenseer Chaussee

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Die Wohnanlage Falkenseer Chaussee befindet sich im Bezirk Spandau, eingerahmt von der Siegener Straße, dem Spekteweg, dem Wittgensteiner Weg und der Falkenseer Chaussee. Es handelt sich um ein großzügig angelegtes Wohngebiet, eingebettet in sehr viel Grün.

Vornehmlich öffentlich geförderter sozialer Wohnungsbau aus den 60er Jahren, ausgestattet mit Zentralheizungen und Balkonen, bestimmt das Bild, aber auch Bauten aus den 90er Jahren gehören zum Gebiet. Für einige Häuser endete die soziale Bindung bereits, so dass hier auch eine Vermietung ohne Wohnberechtigungsschein möglich geworden ist. Die Mieten für diese Wohnungen richten sich nun nach dem Mietspiegel. Im Eiserfelder Ring 9 befindet sich unser Seniorenwohnhaus.

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Wir betreuen in der gesamten Wohnanlage rund 1.750 Wohnungen und diverse Einzel- und Tiefgaragen. Den Mietern steht außerdem ein sehr engagierter Mieterbeirat zur Seite. Wir bieten außerdem zahlreiche Serviceleistungen.

Bus oder Auto bringen unsere Mieter in wenigen Minuten zum Fernbahnsteig Spandau sowie zu U- und S-Bahn. Damit ist man in 25 Minuten in der Berliner City. Gleichzeitig hat man aber auch das schöne Umland von Berlin fast vor der Haustür.

Blasewitzer Ring

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Die Wohnanlage Blasewitzer Ring befindet sich im Bezirk Spandau – Heerstraße Nord, eingerahmt von Heerstraße, Sandstraße und dem Magistratsweg.

Die Wohnanlage ist großzügig angelegt und liegt inmitten von vielen grünen Bereichen. Zwei Spielplätze mit interessanten Spielgeräten stehen für die Kids zur Verfügung. Die Fassaden des Blasewitzer Rings wurden in 2002/2003 saniert und strahlen in hellen, freundlichen Farben. Eine angrenzende Kleingartenanlage, ein Erholungspark gegenüber der Maulbeerallee sowie ein Einkaufscenter, Schulen und Kitas befinden sich in direkter Nähe.

Es handelt sich um öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau. Das Gebäudeensemble wurde in Fertigteilbauweise 1973/74 errichtet. Wegen der Vor- und Rücksprünge in der Fassadenabwicklung und der Niveauunterschiede in der Höhenentwicklung gehörte die Anlage bei ihrer Entstehung zu den aufwändigeren und auffälligen Erscheinungen im städtebaulichen Bild Berlins. Die 784 Wohnungen sind hell und freundlich und verfügen alle über einen Balkon. Die Beheizung erfolgt mittels Nachtspeicherheizung. In Parkhaus und Tiefgarage befinden sich 363 Stellplätze.

Mehrere Busverbindungen zum U-, S- und Regionalbahnhof Spandau sowie zum Zoo stehen zur Verfügung. In wenigen Minuten ist man in Spandau und von dort in 25 Minuten mit der Bahn in der City.

Direkt in der Altstadt und an der Havel gelegen, befindet sich die Wohnanlage Lindenufer 32 – 36 mit 39 Wohnungen. Diese Wohnanlage wurde 1981 errichtet. In der Tiefgarage stehen ausreichend Stellplätze zur Verfügung.

Inmitten der Altstadt in der Breite Straße 2 und 4 befindet sich ebenfalls eine kleine Wohnanlage mit 19 Wohnungen und Tiefgarage. Diese wurde 1984 errichtet.

Nur wenige Busstationen vom Regional-, S- und U-Bahnhof entfernt befindet sich die Wohnanlage Nauener Straße 65–68 mit 54 Wohnungen. Diese Anlage wurde 1996 errichtet. Die Wohnungen haben einen sehr guten Schnitt und sind zum großen Teil mit Wintergärten ausgestattet. In der Tiefgarage stehen Stellplätze zur Verfügung.

Haselhorst

Gelegen im Nordwesten der Stadt, unweit des Naherholungsgebietes „Alter Spandauer Schifffahrtskanal“, ist der Ortsteil Haselhorst geprägt durch Bauten der 30er Jahre sowie durch nach dem Krieg neuerrichtete Objekte. Sie finden hier zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Einrichtungen für Jugendliche und am Wochenende Gelegenheit zu Ruhe und Entspannung.

Haselhorst liegt zentral. In fünf Minuten ist man mit der U-Bahn in der Altstadt und am Hauptbahnhof Spandau. In 20 Minuten kommt man mit der U-Bahn zum Bahnhof Zoologischer Garten. Auch zu Fuß kann man einen schönen Spaziergang am Kanal entlang durch das grüne Haselhorst machen.

Reichsforschungs- siedlung

Moderne Balkonkonstruktion
Moderne Balkonkonstruktion

Von 1930 bis 1935 errichtete die Gewobag in Haselhorst ein Stadtquartier für rund 12.000 Menschen – das größte Wohnungsbauprojekt im Berlin der Weimarer Republik. Der Name Reichsforschungssiedlung geht auf die „Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen“ zurück, die der Reichstag 1927 damit beauftragte, Lösungen für die drängende Wohnungsnot zu erarbeiten. Zu den Initiatoren gehörten die liberale Reichstagsabgeordnete Marie-Elisabeth Lüders, der Bauhaus-Gründer Walter Gropius und der Architekt Otto Bartning. Die Reichsforschungsgesellschaft erarbeitete Vorschläge für die Optimierung von Wohnungsgrundrissen und Kücheneinrichtungen, sie förderte Untersuchungen beim Bau von modernen Siedlungen in Dessau, Hamburg oder München. Ihr größtes Projekt war die Errichtung einer Großsiedlung in der Hauptstadt, um dort neue architektonische Ideen, Bautechniken, Baustoffe und Bauabläufe zu erproben.

Berühmte Architekten

Entwurf von Walter Gropius
Entwurf von Walter Gropius

1928 schrieb die Reichsforschungsgesellschaft einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus. Der ersten Preis ging an Walter Gropius und den Ingenieur Stephan Fischer. Doch kam keiner der 221 Wettbewerbsteilnehmer bei der Realisierung zum Zuge. Gropius favorisierte eine Bebauung mit zehn- bis zwölfstöckigen Wohnzeilen. Mit dieser Vorstellung konnte er sich jedoch nicht durchsetzen, da es an praktischer Erfahrung mit Wohnhochhäusern fehlte und eine viergeschossige Bebauung damals die günstigere Lösung darstellte. Es kam zum Zerwürfnis zwischen Gropius und der Reichsforschungsgesellschaft, das 45 ha große Areal wurde in mehrere Baublöcke aufgeteilt und Planungsaufträge an verschiedene Architekten vergeben. Zunächst entstanden 1.220 Wohnungen und eine Ladenzeile nach Plänen von Fred Forbát zwischen Haselhorster Damm, Gartenfelder Straße, Daumstraße und Burscheider Weg. Die Architekten Paul Mebes und Paul Emmerich entwarfen den Bereich zwischen Haselhorster und Saatwinkler Damm, Gartenfelder und Riensbergstraße mit 634 Wohneinheiten. Zu den weiteren Bauabschnitten lieferten u. a. Otto Bartning, Erich Bohne, Peter Jürgensen, Alfred Gellhorn sowie Ernst und Günther Paulus die Entwürfe.

Gründungsprojekt der Gewobag

Reichforschungssiedlung im Bau (1931)
Reichforschungssiedlung im Bau (1931)

Die Reichsforschungsgesellschaft musste sich 1931 auflösen – auch auf Druck der Rechtsparteien, deren Einfluss im Reichstag infolge der Wirtschaftskrise zunahm. Die zunächst nur mit der Baudurchführung beauftragte Gewobag vollendete die Reichsforschungssiedlung bis 1935 in eigener Regie. Das Unternehmen legte damit den Grundstein für den Aufstieg zu einer der größten Wohnungsbaugesellschaften in Berlin.

Moderne Architektur

Moderne Architektur

Gartenfelder Straße 122
Gartenfelder Straße 122

Das Erscheinungsbild der Reichsforschungssiedlung folgt Leitideen des „Neuen Bauens“ zwischen den Weltkriegen. Die Architektursprache sollte sich aus der sozialen Zweckbestimmung ergeben. Haselhorst war als Siedlung für Bewohner mit kleinem und mittlerem Einkommen angelegt. Vereinfachung, Rationalisierung, Typisierung und das Bauen in hohen Stückzahlen waren Strategien, um möglichst rasch viele bezahlbare Wohnungen errichten zu können.

Licht, Luft und Sonne

Als wirtschaftlichste Lösung galt damals eine Bebauung mit drei- bis viergeschossigen Häuserzeilen. Um möglichst viel Licht, Luft und Sonne in die Wohnungen zu lassen, wurde die traditionelle Blockrandbebauung aufgegeben. Die Zeilen wurden zunächst konsequent in Nord-Süd-Richtung angeordnet, im Laufe des Planungsprozesses wich man jedoch davon ab, um Monotonie zu vermeiden. Die beauftragten Architekten betonten die Zusammengehörigkeit der Siedlung durch den Einsatz von einheitlich weißen Putzfassaden, Flachdächern und Balkonen mit Sichtmauerwerk. Trotz dieser Einheitlichkeit hat jeder Baublock seinen unverwechselbaren Charakter.

Einfachheit und Raffinesse

Burscheider Weg 14h
Burscheider Weg 14h

Man findet in der Siedlung insgesamt 20 Typen von Treppenhäusern, Hauseingänge mit 21 verschiedenen Türformen, Balkone und Loggien in insgesamt 13 Varianten sowie über 30 unterschiedliche Formen von Fenstern. In den Häusern wurden Dutzende Grundrissvarianten für Kleinwohnungen ausprobiert. An einigen Stellen entstanden Laubenganghäuser, die als kostengünstig galten, weil so eine größere Zahl von Wohnungen durch ein einziges Treppenhaus erschlossen werden konnte. Gebaut wurde die Reichsforschungssiedlung überwiegend in traditioneller Ziegelbauweise mit Holzbalkendecken, zu Vergleichszwecken entstanden auch einige Stahlskelett- und Stahlbetongebäude.

Zwischen den Wohnzeilen blieb viel Raum für große Rasenflächen, Blumenrabatten und Bäume sowie für Funktionsplätze mit Sandkästen, Teppichklopfanlagen und Müllhäuschen. Ladengeschäfte am Haselhorster Damm, ein Kino und eine neue Schule an der Daumstraße gehörten von Anfang an zum städtebaulichen Konzept der Siedlung; auf Wunsch der Mieter kam ein Zentralwaschhaus an der Kanalstraße 2-4 dazu. Die ersten Wohnungen waren im August 1931 bezugsfertig, bei der offiziellen Fertigstellung im Juli 1935 umfasste die Siedlung 3.448 Wohnungen mit rund 12.000 Bewohnern und 37 Läden.

Leben im Kiez

Blumenladen am Haselhorster Damm 17
Blumenladen am Haselhorster Damm 17

Der Haselhorster Damm ist der grüne Boulevard und die Einkaufsmeile der Siedlung. Wo er den Burscheider Weg kreuzt, wird seit den 1930er Jahren Wochenmarkt abgehalten. Das 1935 eröffnete „Rex“-Kino an der Straßenecke hat den Siegeszug des Fernsehens nicht überlebt, es schloss 1963 und dient heute als Supermarkt (Haselhorster Damm 27). Die Haselhorster Apotheke findet man heute in der nahen Gartenfelder Straße, im ehemaligen Ladenlokal am Haselhorster Damm 39 hat der Gemeinwesenverein Haselhorst e. V. einen Kieztreffpunkt eingerichtet. Der 1984 gegründete Verein organisiert Freizeitangebote für Schüler und Jugendliche, Sprachkurse für Zuwanderer, Beratung in schwierigen Lebenssituationen, Nachbarschaftshilfe und Straßenfeste. Der Gemeinwesenverein wird als Stadtteilzentrum vom Senat gefördert, ein großer Teil seiner Arbeit ist aber nur durch das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder möglich.

Konzerte und Krabbelgruppe

Die Weihnachtskirche
Die Weihnachtskirche

Ein weiterer sozialer Treffpunkt am Haselhorster Damm 54–58 ist die 1935 eingeweihte Weihnachtskirche. Neben Gottesdiensten finden dort regelmäßig Konzerte statt. Im Pfarrhaus ist reichlich Platz für Freizeitangebote, eine Krabbelgruppe, Kurse für Jugendliche und Senioren.

Haselhorster Prominenz

Kieztreffpunkt Haselhorster Damm 39
Kieztreffpunkt Haselhorster Damm 39

Wie die Weihnachtskirche gehört die heutige Bernd-Ryke-Grundschule an der Daumstraße 12 seit den Anfangstagen zur Reichsforschungssiedlung. Die Schule wurde für die Kinder gebaut, die ab 1930 mit ihren Eltern zahlreich nach Haselhorst zogen oder in der Siedlung zur Welt kamen. Alle, die in der Gegend aufwuchsen, teilen Erinnerungen an diese Schule. Eine Kunstlehrerin beeindruckte in den 70er Jahren ganz besonders den Schüler Ades Zabel, heute ein bekannter Comedian, der in Frauenrollen auftritt. Als Haselhorster Grundschullehrerin Karin Hoehne ist er auf der Bühne und in dem Film „18.15 Uhr ab Ostkreuz” zu sehen. Weitere bekannte Haselhorster sind der ehemalige Spandauer Bezirksbürgermeister Werner Salomon, die Schauspielerin Elke Sommer und der langjährige Spandauer Baustadtrat Carsten-Michael Röding.

Kriegsschäden und Wiederaufbau

Relikt aus der Nazizeit
Relikt aus der Nazizeit

Obwohl die Nationalsozialisten das “Neue Bauen” und die Wohnungspolitik der Weimarer Republik bekämpften, wurde die Reichsforschungssiedlung von der Gewobag weitgehend wie geplant fertig gestellt. Allerdings mussten mehrere am Bau der Reichsforschungssiedlung beteiligte Architekten Deutschland nach 1933 verlassen, darunter Fred Forbát, Alexander Klein und Alfred Gellhorn wegen ihrer jüdischen Herkunft. Bauhausgründer Walter Gropius emigrierte unter politischem Druck in die USA. Seine Vision von Wohnhochhäusern konnte er ab 1962 im Süden Berlins verwirklichen, in der nach dem Architekten benannten Gropiusstadt.

Gleichschaltung und Kriegsvorbereitungen

Die Reichsforschungssiedlung wurde ab 1933 von den Nationalsozialisten vereinnahmt, mit Hakenkreuzfahnen, Wandgemälden sowie einem “Denkmal der nationalen Erhebung” dekoriert. Die Gewobag als Eigentümer war politisch gleichgeschaltet, so wie andere Wohnungsunternehmen auch. Bereits im Sommer 1933 begannen die Kriegvorbereitungen mit der Planung von Luftschutzräumen und Luftschutzübungen in Haselhorst. Während des Zweiten Weltkriegs waren die umliegenden Rüstungsbetriebe wiederholt Ziel von Luftangriffen. Bei Kriegsende war daher rund ein Drittel der Wohnungen in der Siedlung Haselhorst zerstört oder unbewohnbar.

Weiterbauen nach dem Zweiten Weltkrieg

Nachkriegsbau am Gorgasring
Nachkriegsbau am Gorgasring

Bis 1954 beseitigte die Gewobag sorgfältig sämtliche Kriegsschäden, so dass davon heute nichts mehr zu sehen ist. Der Architekt Felix Hedinger, der die Wiederaufbaupläne leitete, war bereits 1930 am Bau der ersten Wohnungen in Haselhorst beteiligt gewesen. Zwischen 1954 und 1961 baute die Gewobag südlich der Gartenfelder Straße eine weitere Ladenzeile zur Versorgung der Reichsforschungssiedlung und erweiterte sie um die “Wohnsiedlung am Faucherweg” und “Haselhorst-Süd”. Das Siedlungskonzept der Weimarer Republik wurde dabei weiterverfolgt, so dass sich Vorkriegs- und Nachkriegsbebauung harmonisch ergänzen konnten. Seit 1995 steht die ehemalige Reichsforschungssiedlung unter Denkmalschutz.

Denkmalgerechte Modernisierung

Neue Balkone am Burscheider Weg
Neue Balkone am Burscheider Weg

Kohleöfen wie in der Erbauungszeit gibt es in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung schon lange nicht mehr. Bereits in den 50er Jahren wurde damit begonnen, die Wohnungen ans Fernwärmenetz anzuschließen. Nach und nach modernisierte die Gewobag die alten Wohnblöcke. Doch das reichte nicht aus, um heutigen Wohnbedürfnissen zu genügen. Daher hat die Gewobag von 2003 bis 2013 rund 130 Mio. Euro in die denkmalgerechte Modernisierung von 2.743 Wohnungen in Haselhorst investiert. Dabei wurden sämtliche Installationen erneuert und Grundrisse an die Wünsche der Mieter angepasst. Fast alle Wohnungen, die noch nicht darüber verfügten, bekamen einen Balkon.

Vorbildliche Wärmedämmung

Als Antwort auf den Klimawandel muss die Energieeffizienz von Wohngebäuden erheblich gesteigert werden. Die Heizwerte wurden durch ein Wärmedämmverbundsystem an den Fassaden und eine bessere Wärmedämmung der Dächer gesenkt. Alle Fenster sind komplett ausgetauscht worden, denn darübergeht in unsanierten Wohnungen viel Wärme verloren. Die neuen Kastendoppelfenster sind innen isolierverglast und mit einem neu entwickelten Lüftungssystem versehen. Bei der Planung aller Maßnahmen arbeiteten die Gewobag und das Architekturbüro Garsztecki + Hartmann eng mit der Denkmalschutzbehörde zusammen.

Respekt vor dem Denkmal

Sanierte Windfänge am Burscheider Weg
Sanierte Windfänge am Burscheider Weg

Ein 1998 bis 2001 gemeinsam ausgehandelter Denkmalpflegeplan bildete die Grundlage für eine Rückgewinnung der architektonischen Qualität. Alle Blocks erhielten wie zur Erbauungszeit wieder eine einheitlich weiße Putzfassade. Architekturdetails wie Hausnummernleuchten, Türknäufe und die Farbgestaltungen der Treppenhäuser sind originalgetreu wiederhergestellt worden. Außerdem wurden die Hauseingänge nach historischem Vorbild mit Liebe zum Detail rekonstruiert. Die Sorgfalt, mit der die Architekten der 30er Jahre bei aller Sparsamkeit zu Werke gingen, ist wieder erlebbar geworden. Einladend wirken auch großzügigen Freianlagen, die der Landschaftarchitekt Peter Schmidt-Seifert nach alten Unterlagen teils wiederhergestellt, teils neu gestaltet hat. Mit der denkmalgerechten Modernisierung hat die Gewobag ein bedeutendes Baudenkmal und einen bezahlbaren Wohnort für die nachfolgenden Generationen sichergestellt.

Museumswohnung

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Wohnen anno 1930
Wohnen anno 1930

„Erst die Küche – dann die Fassade!”, forderte 1931 die Reichstagsabgeordnete Marie-Elisabeth Lüders, auf deren Initiative hin die Reichsforschungssiedlung Haselhorst geplant wurde. Im ältesten Baublock der Siedlung, am Burscheider Weg 21, ist 2013/14 eine Wohnung mit Originalmobiliar aus der Entstehungszeit rekonstruiert worden. Historische Fotos, Unterlagen der Reichsforschungsgesellschaft und Baubefunde aus der jüngsten Modernisierungsphase dienten als Grundlage für die Wiederherstellung der Wohnung im Stil der 30er Jahre.

Kochmaschine und Sitzbadewanne

Herein in die gute Stube
Herein in die gute Stube

Die Wahl fiel auf eine Wohneinheit, in der besonders viel Originalsubstanz erhalten war: Holztüren mit den originalen Klinken und Türzargen, ein Türspion, Terrazzoböden in Bad und Küche, in den Zimmern historische Holzdielen mit ochsenblutrotem Anstrich. Dazu passend wurde Mobiliar aus der Bauzeit beschafft, darunter eine historische Kochmaschine, eine Kurzbadewanne, ein Badeofen und sogar Vorhangstoffe und Bettwäsche aus den 30er Jahren. In enger Abstimmung mit der Spandauer Denkmalpflege hat das Architekturbüro Garsztecki+Hartmann die erhaltene Bausubstanz und das Mobiliar aufarbeiten lassen. So wird nacherlebbar, wie die ersten Mieter der Siedlung gewohnt haben.

Besichtigung der Museumswohnung

Die Wohnküche
Die Wohnküche

Die Museumswohnung ist an folgenden Tagen für Besucher geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Die Termine für 2020:

Achtung! Aufgrund der Corona-Pandemie finden derzeit keine Besichtigungen statt.

Ehrenamtliche Mitarbeiter des Gemeinwesenvereins Haselhorst stehen Ihnen vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung. In den Räumen des Vereins erwartet Sie ein Museumscafé. 

Individuelle Führungen

Michael Bienert, Autor des Buches über die Reichsforschungssiedlung, bietet individuelle Führungen durch Haselhorst und die Museumswohnung an. Falls Sie ihn zu Ihrem Wunschtermin buchen möchten, dann kontaktieren Sie ihn gern. Je nach Größe der Gruppe (max. 25 Personen) beträgt der Preis für die Führung zwischen 150,- Euro und 250,- Euro.

Weitere Infos unter www.text-der-stadt.de/Haselhorst.html
Kontakt: Michael Bienert
E-Mail: haselhorst@text-der-stadt.de