Pilotprojekt: Integrative Maßnahme

Integrative Maßnahmen

Deutsch lernen mit der Hilfe von Paten und Mentoren


»Ich kann es den Kolleginnen und Kollegen nur empfehlen, sich als Pate oder Mentor zu engagieren. Es ist eine tolle Chance zum interkulturellen Austausch, und man ist längst nicht nur Betreuer, sondern nimmt für sich selbst viel mit.«
BASTIAN FRANKE,
Teilnehmer am Paten- und Mentorenprogramm für Geflüchtete
Die Teilnehmer am Ausbildungsprogramm für Geflüchtete werden mit
Deutschkursen begleitet. Gegebenenfalls werden diese auch für Familienmitglieder
geöffnet, um klassischen Integrationshemmnissen aktiv entgegenzuwirken.
Zusätzlich zu den obligatorischen Sprachkursen schafft die Gewobag
Strukturen, um den Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, in ihrem beruflichen
Alltag Deutsch zu sprechen. Hier kommt den begleitenden Paten und
Mentoren eine große Bedeutung zu.

Moussa Sheikh Akriem (li.) aus Syrien absolvierte ein Praktikum im Rechnungswesen, wo sein Pate Bastian Franke arbeitet (re.).
Moussa Sheikh Akriem (li.) aus Syrien absolvierte ein Praktikum im Rechnungswesen, wo sein Pate Bastian Franke arbeitet (re.).

Innerbetriebliche Paten und Mentoren übernehmen in der Vorbereitungszeit und der anschließenden Ausbildung die Betreuung der Teilnehmer. Sie begleiten diese, dienen ihnen als Orientierung und sorgen für eine gute Anbindung im Unternehmen. Darüber hinaus werden mit ihrer Unterstützung Sprachtandems entwickelt, die entscheidend zum Spracherwerb beitragen können.

Zum Start des Paten- und Mentorenprogramms der Gewobag haben sich im ersten Anlauf über fünf Prozent der Mitarbeiter als Unterstützer gemeldet. Ein Erfolg, der die Sicherheit gibt, dass das Projekt von den Gewobag-Mitarbeitern zukünftig getragen wird.


»Ich habe viel gelernt und Selbstvertrauen gewonnen. Künftig werde ich weiter meine Sprachkenntnisse verbessern und versuchen, über weitere Praktika in die Arbeitswelt hineinzukommen.«
MOUSSA SHEIKH AKRIEM,
erster Praktikant des Pilotprojektes der Gewobag für Geflüchtete
Ganzheitliche Förderung und Verankerung im Unternehmen
 
  • Sowohl die Unterstützer als auch die Geflüchteten nehmen an interkulturellen
    Diversity-Schulungen für eine optimale Vorbereitung und Begleitung teil.

  • Eine eigens dafür eingesetzte „Koordination“ stellt die Umsetzung des
    Projektes sicher. Transparenz wird nach innen durch eine stetige Information von Führungskräften und Mitarbeitern innerhalb der Gewobag-Gremien geschaffen.

  • Eine kontinuierliche Berichterstattung in den Gewobag-Medien begleitet das gesamte Projekt.

  • Die Führungskräfte und Ausbildungsbeauftragten werden darüber hinaus
    durch Teilnahme am Bewerbungsprozess eingebunden.

  • Regelmäßige Workshops begleiten den Entwicklungsprozess. Im Rahmen von „World Cafés“ wird der lebendige Erfahrungsaustausch aller Beteiligter gefördert.

  • Zudem sind Vorträge und Teilnahme an Podien vorgesehen, um über die Erfahrungen des Pilotprojektes zu berichten und von den Erfahrungen anderer profitieren zu können.

Pilotprojekt mit Strahlkraft

Die Gewobag ist von der Übertragbarkeit der Erfahrungen und Ergebnisse auf andere Unternehmen überzeugt und möchte weitere Unternehmen dazu ermutigen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Daher berichtet sie regelmäßig über die Erfolge und Herausforderungen des Projekts in den branchenrelevanten Gremien und Netzwerken sowie den Gremien des Senates und der relevanten Bildungsakteure.