Presse & Medien

30.03.2017

Bauen in sozialer Verantwortung

Führung zur Otto-Bartning-Ausstellung der Akademie der Künste in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst am 8. April 2017

  • 2-stündige Führung beleuchtet erstmals die herausragende Rolle des Architekten Otto Bartning bei der Planung der Gewobag-Siedlung in Haselhorst

  • Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Der Architekt Otto Bartning (1883-1959) ist vor allem als innovativer Kirchenbaumeister bekannt, doch er gehörte ab 1926 auch zu den Gründern und aktivsten Mitgliedern der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen. Sie plante ab 1928 eine große Versuchssiedlung in Spandau-Haselhorst mit 3500 Wohnungen, die von der Gewobag bis 1934 errichtet wurden. Nach dem Ausscheiden des Wettbewerbssiegers Walter Gropius entstanden in Haselhorst nach Plänen von Otto Bartning das gemeinschaftliche Waschhaus der Reichsforschungssiedlung und Zeilenbauten mit 372 Wohnungen. Im Zuge der denkmalgerechten Sanierung der Reichsforschungssiedlung (2004-2014) hat die Gewobag das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassaden und Treppenhäuser wiederhergestellt. Außerdem wurde eine Museumswohnung mit Mobiliar aus den 1930er Jahren in der Siedlung eingerichtet.

Mit der Führung beteiligt sich die Gewobag am Rahmenprogramm der Ausstellung „Otto Bartning – Architekt einer sozialen Moderne“ in der Akademie der Künste (31.3. bis 18.6.2017). Dafür hat die Gewobag außerdem Originalpläne Bartnings und zahlreiche Fotodokumente zur Verfügung gestellt.

Die Stadtführung wird von dem Autor Michael Bienert geleitet, der im Auftrag der Gewobag das Buch „Moderne Baukunst in Haselhorst“ (Berlin Story Verlag, 2. Auflage 2015) erarbeitet hat. Er ist Verfasser zahlreicher Berlin-Bücher und ausgewiesener Experte für Architekturführungen. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.


Leitung der Führung: Michael Bienert

Samstag, den 14 bis 16 Uhr
Treffpunkt: Museumswohnung in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst • Burscheider Weg 21 • 13599 Berlin (Spandau)

Eine Anmeldung für die Führung ist erforderlich bis 5. April 2016 bei Frau Fischer, E-Mail m.fischer@gewobag.de.

Das Angebot ist kostenfrei.

Weitere Infos zu Führungen in Haselhorst: www.text-der-stadt.de/Haselhorst.html


Museumswohnung Haselhorst: Innovatives Wohnen anno 1935
An der bis 2014 denkmalgerecht modernisierten ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst waren unter anderem Bauhausgründer Walter Gropius und namhaften Architekten wie Paul Mebes und Otto Bartning beteiligt. Zur offiziellen Fertigstellung 1935 wurden in Haselhorst mehr als 3.400 Wohnungen für rund 12.000 Menschen fertiggestellt. Wegen der großen Wohnungsnot war das Ziel des „Neuen Bauens“, möglichst praktische und platzsparende Grundrisse für das Leben von einkommensschwachen Familien zu entwickeln. Ergebnis waren staatlich geförderte Wohnungen, in denen der knappe Raum optimal ausgenutzt wurde.

Die heutige Museumswohnung plante Architekt und Stadtplaner Fred Forbát als Kleinstwohnung mit 45 Quadratmetern Wohnfläche für eine Familie mit zwei Kindern. Die Besucher erwartet viel Originalsubstanz: Holztüren mit den originalen Klinken und Türzargen, ein Türspion, Terrazzoböden in Bad und Küche, in den Zimmern historische Holzdielen mit ochsenblutrotem Anstrich. Das dazu passende Mobiliar aus der Bauzeit wurde neu beschafft, darunter eine historische Kochmaschine, eine Kurzbadewanne, ein Badeofen und sogar Vorhangstoffe und Bettwäsche aus den 1930er Jahren.


Ihre Ansprechpartnerin:
Dr. Gabriele Mittag
Stellv. Pressesprecherin Gewobag
Fon: 030 4708-1525
presse@gewobag.de


Über die Gewobag
Mit rund 60.000 eigenen Mietwohnungen sowie 1.500 Gewerbeeinheiten in Berlin ist die Gewobag eins der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Deren Immobilienbestand steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für das Unternehmen bei der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte elementar. Weitere Informationen finden Sie unter www.gewobag.de. Mit ihrer Stiftung Berliner Leben übernimmt die Gewobag eine besondere soziale Verantwortung für die kontinuierliche und nachhaltige Quartiersentwicklung in vielen Bezirken Berlins. www.stiftung-berliner-leben.de.

Museumswohnung Reichsforschungssiedlung Haselhorst: Willkommen in der guten Stube aus den 1930er Jahren

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Fotografin: Sabine Dobre (Abdruck honorarfrei)

Wohnzeile von Otto Bartning in Haselhorst

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Foto: Gewobag (Abdruck honorarfrei)