Presse & Medien

23.10.2017

URBAN NATION verwandelt den Bülow-Kiez

Am 16. September 2017 eröffnete das URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART. Die Initiative URBAN NATION schafft gemeinsam mit herausragenden lokalen wie internationalen Urban-Art-Künstlern bereits seit 2013 neue Werke in der Hauptstadt. Viele davon sind im Museum selbst sowie in der Bülowstraße in Berlin-Schöneberg zu sehen. Der durch strukturelle Schwächen geprägte Bülow-Kiez erhält so neue Impulse, positive Energie. Das neueste Projekt von URBAN NATION konzentriert sich auf das Foyer des Nachbarschaftstreffs Huzur in der Bülowstraße 94: Slava „Ostap“ Oisinki und Felix Rodewaldt, zwei der aktuell bekanntesten Tape-Art-Künstler, gestalten vom 23. bis voraussichtlich 27. Oktober den Eingangsbereich des Kiezzentrums und zwar in Zusammenarbeit mit den Bewohnern. Das zurzeit triste Foyer soll durch die künstlerische Arbeit zu einer weiteren Attraktion in der Bülowstraße werden.

Urban Contemporary Art für den Kieztreff
Für die vor allem älteren Bewohner des Hauses stellt die Kunstaktion eine Verbesserung ihres Lebensumfelds dar. Die Umgestaltung ist ein gemeinsames Projekt von URBAN NATION und der Gewobag, die das Seniorenwohnhaus vermietet. Selbst in der Stiftung Berliner Leben verankert, stellen soziale Projekte wie dieses einen wichtigen Aspekt für URBAN NATION dar.
„Wir wollen den Menschen aus dem Kiez einen Zugang zur Kunst ermöglichen und ihre Umgebung schöner, interessanter und bunter machen“, sagt Yasha Young, Künstlerische Direktorin von URBAN NATION. Bei der gestalterischen Konzeption für Huzur wurden die Bewohner miteinbezogen. Gemäß ihrem Wunsch wird der Eingangsbereich heller und freundlicher werden. Einige von ihnen werden sogar selbst Bestandteil der Kunst: Der Berliner Künstler Slava „Ostap“ Oisinki wird Porträts einzelner Bewohner in Form von hinterleuchteten Tape-Art-Kunstwerken auf die Gebäudefenster bringen. Diese Art der Porträtkunst mithilfe von Klebeband macht Ostaps Werke einzigartig. „Ich mache oft soziale Projekte wie dieses – auch um etwas zurückzugeben“, sagt Slava Oisinki. Felix Rodewaldt aus München wird hingegen die Wände im Foyer bearbeiten: Durch das Abschleifen der gebeizten Holzflächen will er die natürliche Farbe des Holzes wieder zum Vorschein bringen. Als Form wählt er großzügig angelegte Halbkreise, deren runde Form die Ecken und Kanten der Architektur brechen.

Über die Künstler
Der Ukrainer Slava „Ostap“ Oisinki zog im Jahr 1995 nach Berlin. Seit 2013 ist er in der Berliner Street-Art-Szene aktiv und hat sich dort als feste Größe etabliert. Seine Werke adressieren unter anderem politische, soziale und religiöse Themen. Umgesetzt mit Witz, Ironie und einer einzigartigen Technik haben sie internationale Bekanntheit erreicht.
Mit großem Interesse verfolgte der in München lebende Felix Rodewaldt die Graffitiszene. Im Studium an der Akademie der Bildenden Künste beschäftigte er sich zunehmend mit der Kunst im Raum. Unter Zuhilfenahme verschiedener Techniken, wie der Tape-Art oder dem Fräshandwerk, treten seine Arbeiten stets in den Dialog mit der sie umgebenden Architektur. Sie definieren Orte neu und schaffen durch geometrische Formen Bewegung im Raum.

Sowohl Ostap als auch Felix Rodewaldt haben sich durch ihren unverwechselbaren Stil innerhalb kurzer Zeit einen Namen in der internationalen Urban-Art-Szene gemacht; ihre Werke sind weltweit gefragt.

Connect. Create. Care. – Kunst im Dialog mit dem Kiez
„Uns geht es um den Dialog mit der Stadt und ihren Bewohnern. Genau da kommt Urban Art schließlich her“, erklärt Yasha Young, die im Rahmen von URBAN NATION bereits zahlreiche Workshops und Nachbarschaftsaktionen initiiert hat. Das URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART hat sich neben der Ausstellung und Archivierung von Urban Art insbesondere auch der künstlerischen Arbeit in der Stadt verschrieben. Mit diesem und weiteren Projekten wird sich die Initiative URBAN NATION auch zukünftig verstärkt der künstlerischen Quartiersarbeit widmen.
Das in direkter Nachbarschaft angesiedelte Nachbarschaftszentrum Huzur unterstützt und berät seit 2005 Menschen ab 50 Jahren in alltäglichen, sozialen und rechtlichen Belangen. Außerdem bietet es Freizeitaktivitäten und fungiert als Treffpunkt.

Termine
MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen, die künstlerischen Arbeiten im Foyer des Hauses zu begleiten:
23. bis (voraussichtlich) 27. Oktober 2017
Huzur Nachbarschaftstreffpunkt
Bülowstraße 94, 10783 Berlin

Bitte melden Sie sich bei Interesse an unter pr@urban-nation.com. Wir stehen Ihnen zudem gerne für Rückfragen oder Interviewanfragen zu URBAN NATION zur Verfügung.


Über URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART
URBAN NATION ist eine internationale Institution für Künstler und Projekte, die seit dem 16. September 2017 in der Berliner Kulturlandschaft als Museum neue Akzente setzt. URBAN NATION denkt den klassischen Museumsbegriff neu und ist in seinem Wirken nicht auf die eigentlichen Museumsräume beschränkt: Auch Werke im öffentlichen Raum sind Teil der Kuration. Interaktive Workshops und neue pädagogische Formate geben dem Stadtleben in Zukunft neue Impulse. Im Mittelpunkt steht die Förderung junger Künstler der Urban Contemporary Art. Seit 2013 lädt URBAN NATION unter ihrem Leitmotiv „Connect. Create. Care.“ lokale und internationale Künstler sowie Kuratoren nach Berlin ein, um urbane Räume zu gestalten. Dabei kommt es zu einem inspirierenden Austausch zwischen bekannten und
aufstrebenden Kreativen. Das URBAN NATION MUSEUM wird ein Ort des Austauschs, der Zusammenkunft und zugleich Archiv sein. Verankert ist URBAN NATION in der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben. Weitere Informationen zu URBAN NATION finden Sie unter www.urban-nation.com sowie auf Instagram, Twitter und Facebook.

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Ostap lässt braunes Paketklebeband zu ausdrucksstarken Porträts werden. Bild: Slava „Ostap“ Oisinki (Abdruck honorarfrei)