Presse & Medien

28.08.2017

Wohnen im Gartendenkmal

Führungen in der „Flusspferdhofsiedlung“ am Tag des offenen Denkmals am 9. September 2017

  • Erstmals Führung in einer herausragenden Siedlung der Moderne in Berlin

  • Teilnahme kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Um bezahlbaren, attraktiven Wohnraum für Geringverdiener zu schaffen, baute die Gewobag 1933 bis 1936 eine moderne Großsiedlung in Hohenschönhausen. Noch ganz im Stil des „Neuen Bauens“ der Weimarer Republik entstanden nach einem Entwurf der renommierten Architekten Paul Mebes und Paul Emmerich Wohnzeilen mit 883 Wohnungen. Die originelle Freiraumgestaltung mit Brunnenanlage und Pferdeskulpturen verleiht der Flusspferdhofsiedlung bis heute eine ganz besondere Aufenthaltsqualität und einen herausgehobenen Denkmalwert. Neben den Wohngebäuden sind auch die Freianlagen als eigenständiges Garten-denkmal in die Berliner Denkmalliste eingetragen.

Zum Tag des offenen Denkmals 2017 gibt es erstmals die Gelegenheit, die bedeutende Siedlung der Moderne zu besichtigen. Der Stadtführer und Buchautor Michael Bienert ist ausgewiesener Experte für den modernen Wohnungsbau im Berlin der Weimarer Republik. Die Besichtigung dauert etwa eine Stunde, die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Termine: Samstag, 9. September 2017, 11 und 14 Uhr

Treffpunkt: Große-Leege-Str. 75 • 13055 Berlin (Lichtenberg)

Eine Anmeldung für die Führungen ist erforderlich bis zum 06. September 2017 bei Jarno Hansen (Tel. 030- 47 08 15 41 oder E-Mail: j.hansen@gewobag.de)

Die Teilnahme ist kostenfrei.


Zur Geschichte der Siedlung
Der Name Flusspferdhofsiedlung geht auf zwei Pferdeskulpturen zurück, die den zentralen Brunnen schmücken, allerdings keinerlei Ähnlichkeit mit Nilpferden haben. Erst 1995 wurde der Bildhauer Hans Mettel als Schöpfer der beiden gleichsam im Fluss badenden Pferde identifiziert. Die National-sozialisten belegten ihn 1936 als „entarteten“ Künstler mit Berufsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete der Künstler die Städelschule in Frankfurt am Main und nahm an den ersten drei documenta-Ausstellungen in Kassel teil. Die Spaltung Berlins trennte die Gewobag von der im Ostsektor Berlins gelegenen Flusspferdhofsiedlung. Sie wurde 1949 enteignet, in Volkseigentum überführt und von der Kommunalen Wohnungsverwaltung betreut. 1994 wurde der Gewobag vom Land die Siedlung übertragen. Infolge hat die Gewobag in den Jahren 1995 bis 1997 die Wohnanlage denkmalgerecht saniert und die Freianlagen wiederhergestellt. Durch die im Laufe der Jahre erfolgten Wohnungs-zusammenlegungen verfügt die Siedlung heute über 837 Wohnungen.


Über die Gewobag
Mit rund 60.000 eigenen Mietwohnungen sowie 1.500 Gewerbeeinheiten in Berlin ist die Gewobag eins der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Deren Immobilienbestand steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für das Unternehmen bei der Entwicklung zukunfts-orientierter Konzepte elementar. Weitere Informationen finden Sie unter www.gewobag.de. Mit ihrer Stiftung Berliner Leben übernimmt die Gewobag eine besondere soziale Verantwortung für die kontinuierliche und nachhaltige Quartiersentwicklung in vielen Bezirken Berlins. www.stiftung-berliner-leben.de.

Ihre Ansprechpartnerin:
Anne Grubert
Stellvertretende Pressesprecherin Gewobag
Fon: 030 4708-1535
presse@gewobag.de

Die Flusspferdhofsiedlung nach der Fertigstellung (um 1936).

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Archiv Gewobag

Die Flusspferdhofsiedlung im Frühjahr 2017

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Foto: Michael Bienert