Zwei Mädchen haben Kopfhörer auf den Ohren und schauen sich ein Kunstwerk an.
15. März 2022

10 Ausstellungen in Berlin im Frühling

Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. Nach einem weiteren Pandemie-Winter sehnen wir uns nach neuen Inspirationen, Farben und Futter für unsere Fantasie. Wie gut, dass die Berliner Galerien und Museen nur darauf warten, uns neue Energie zu schenken. Entdecken Sie zehn Ausstellungen für neue Perspektiven.


Paul Gauguin in der Alten Nationalgalerie
Der französische Impressionist auf spiritueller Suche in Tahiti

1891 bewegte die Sehnsucht nach Exotik den französischen Maler Paul Gauguin dazu, seiner Heimatstadt Paris sowie seiner Familie den Rücken zu kehren und sich auf eine spirituelle Reise nach Französisch-Polynesien zu begeben. Die Ausstellung „Why are you angry?“ stellt Werke, die er auf der Südseeinsel Tahiti erschuf, zeitgenössischen KünstlerInnen wie Angela Tiatia, Yuki Kihara und Henri Hiro gegenüber.

Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1-3
10178 Berlin
25. März bis 10. Juli 2022
Di. bis So. von 10 bis 18 Uhr
Tickets

U- und S-Bahn: Friedrichstraße / Hackescher Markt; Tram: Am Kupfergraben, Hackescher Markt; Bus: Staatsoper, Lustgarten, Friedrichstraße

Ein Kunstwerk von Paul Gauguin in der Alten Nationalgalerie.
© Ny Carlsberg Glyptotek

Beirut und die Goldenen Sechziger im Gropius Bau
Lebenshunger und widersprüchliche Visionen im Libanon

Mit „Beirut and the Golden Sixties: A Manifesto of Fragility“ lebt im Gropius Bau ein schillerndes und bewegendes Kapitel der modernen Geschichte Beiruts wieder auf – die Periode zwischen dem Ende der 1950er- und 1970er-Jahre. Die Ausstellung beleuchtet die teils widersprüchlichen Visionen von Modernität von KünstlerInnen aus dem Libanon und dem Ausland.

Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
25. März bis 12. Juni 2022
Mi. bis Mo. von 10 bis 19 Uhr (Di. geschlossen)

Tickets

U-Bahn: U2 (Potsdamer Platz), U6 (Kochstraße); S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof); Busse M29 (Anhalter Bahnhof), M41 (Abgeordnetenhaus)

Ein Kunstwerk der Ausstellung „Beirut and the Golden Sixties: A Manifesto of Fragility“.
© The Estate of Aref El Rayess

Fresh A.I.R. in der Bülow 90
12 KünstlerInnen machen Migration erlebbar

In der Gruppenausstellung „REFLECTING MIGRATION“ präsentieren zwölf KünstlerInnen aus acht Ländern Arbeiten zum Thema Migration. Die StipendiatInnen der Stiftung Berliner Leben haben sich während ihres Aufenthalts in der deutschen Hauptstadt mit kulturellen Differenzen, der aktuellen Situation neu Zugewanderter und kultureller Identität im urbanen Umfeld auseinandergesetzt.

Bülow90
Bülowstraße 90
10783 Berlin
12. März bis 31. Juli 2022
Di. bis So. von 11 bis 18 Uhr (Mo. geschlossen)

Informationen

U-Bahn: U2 (Bülowstraße), U1 (Kurfürstenstraße); Bus: Nollendorfplatz (106, 187, M19)

Porträts und Arbeitsergebnisse der Stipentiat*Innen des Fresh A.I.R. Programms für die Stiftung Berliner Leben in den Atelierwohnungen  Künstlerin: Denise Lobont
© Victoria Tomaschko

Ein Blick in die Wolken im C/O Berlin
Himmelsfotografie im digitalen Zeitalter

Im C/O Berlin dreht sich diesen Frühling alles um den Einfluss von Technik und Gesellschaft beim Blick in den Himmel. „Songs of the Sky“ reflektiert mit fotografischen Arbeiten der NASA sowie von KünstlerInnen wie Louis Henderson, Trevor Paglen und Shinseungback Kimyonghun die Auswirkungen der Cloud-Computing-Technologie auf den Klimawandel.

C/O Berlin
Hardenbergstr. 22–24
Charlottenburg
Bis 21. April 2022
Mo. bis So. von 11 bis 20 Uhr

Tickets

U- und S-Bahn: Zoologischer Garten (S7, S3, S5, S9, U2, U9)

Eine Ausstellung von Himmelsfotografien.
© David von Becker

„The Versus Project II“ im Urban Nation
Grenzüberschreitende Graffiti auf Leinwand gebannt

Was passiert, wenn 13 hochrangige KünstlerInnen aus verschiedenen Kulturen nacheinander dieselbe Leinwand gestalten – ganz ohne Absprachen? Schichten entstehen, Einflüsse verschmelzen, Grenzen werden überschritten. Für „The Versus Project II“ im Urban Nation schickte das Künstler-Duo Layer Cake, bestehend aus den Graffiti-Ikonen Patrick Hartl und Christian Hundertmark, eigene Kunstwerke zur Vollendung auf eine Street-Art-Reise.

Urban Nation
Bülowstraße 97
10783 Berlin
10. April bis 31. Juli 2022
Di. & Mi. von 10 bis 18 Uhr, Do. bis So. von 12 bis 20 Uhr

Kostenfreie Zeitfenster-Tickets

U-Bahn: Nollendorfplatz (U1, 2, 3 & 4); Bus: Nollendorfplatz (106, 187, M19)

Ein Kunstwerk der Ausstellung „The Versus Project I“.
Ein Kunstwerk der Ausstellung „The Versus Project I“.
© Lukas Prasse

Die Tanzkompanie Rosas in der Neuen Nationalgalerie
Zusammenspiel von Architektur, Skulptur, Musik und Tanz

Nach der sechsjährigen Sanierungsphase ist es Zeit, der beeindruckenden Neuen Nationalgalerie einen Besuch abzustatten. An vier Tagen im März bespielt die belgische Tanzkompanie Rosas die Ausstellungshalle mit der eigens für das Gebäude entwickelten Performance „Dark Red“. Die über mehrere Tage konzipierte Choreografie lässt BesucherInnen den Bau von Mies van der Rohe auf neue Weise erfahren.

Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin
24. bis 27. März 2022
Di., Mi., Fr., Sa. & So. von 10 bis 18 Uhr, Do. von 10 bis 20 Uhr

Die Aufführungen finden während der regulären Öffnungszeiten statt.
Informationen

S- und U-Bahn: Potsdamer Platz; Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf. / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie

Die Neue Nationalgalerie von außen.
© David von Becker

Kiez meets Museum im Hamburger Bahnhof
Ein Audioguide von Jugendlichen für Jugendliche

Für die Ausstellung „Zeit für Fragmente“ im Hamburger Bahnhof haben 14 Jugendliche einen Audioguide für andere Teenager produziert. In Kooperation mit der Stiftung Berliner Leben bringt der Guide mit unterhaltsamen Beschreibungen und viel Musik Jugendlichen moderne Kunst näher. „Zeit für Fragmente“ geht mit Werken von Joseph Beuys, Anish Kapoor und Andy Warhol und vielen anderen den unterschiedlichen Bedeutungen des Fragmentarischen nach.

Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin
Bis August 2022
Di. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr, Sa. & So. von 11 bis 18 Uhr
Audioguide kostenfrei an der Kasse erhältlich

Tickets

S- & U-Bahnhof Hauptbahnhof

Zwei Mädchen haben Kopfhörer auf den Ohren und schauen sich ein Kunstwerk an.
© Anika Büssemeier

Hannah Parr in der Sexauer Gallery
Das versteckte Zuhause

Im März verbirgt sich in der Sexauer Galerie in Berlin-Weißensee das „Hidden Home“ der britisch-schweizerischen Künstlerin Hannah Parr. Ein Zuhause, in dem Archetypisches anhand von Mosaiken und Installationen mit Unbekanntem verschmilzt. Hannah Parr konstruiert ein Heim, das einerseits einhüllt und umgibt, andererseits auf das Zuhause in uns selbst verweist und auf ein Zuhause jenseits unserer bekannten Realität.

Sexauer Gallery
Streustraße 90
13086 Berlin
Ab 11. März 2022
Mi. bis Fr. 12 bis 18 Uhr, Sa. von 13 bis 17 Uhr

Der Eintritt ist frei und es muss kein Time-Slot gebucht werden.
Informationen

Tram 12 und M13 Friesickestraße, Tram M 4 Antonplatz, 10 Min Fußweg

Die Ausstellung „Hidden Home“.
© Hannah Parr

Kris Martin in der König Galerie
Konzeptuelle Strenge und das elegante Spiel mit Materialität

Was, wenn wir von Texten und Geschichten nur noch die Schlusspunkte sehen? Die Ausstellung „Fairy Tales“ des belgischen Konzeptkünstlers Kris Martin setzt sich mit Bedeutungsverlust und Leere auseinander. Ausgeschnittene Schlusspunkte von Märchen wie „Der Froschkönig“ oder „Dornröschen“ klebt Kris Martin für seine fortlaufende Serie End Points auf leere Blätter und bringt sie losgelöst von ihrer ursprünglichen Funktion zum Schweben.

König Galerie
Alexandrinenstraße 118-121
10969 Berlin
Bis 20. März 2022
Di. bis Sa. von 10 bis 18 Uhr, So. von 12 bis 18 Uhr

Der Eintritt ist frei und es muss kein Time-Slot gebucht werden.
Informationen

Die König Galerie von außen.
© Roman März

Marie Athenstaedt & Jorinde Fischer im XPinky
Nebelartige Bilder und spielerische Skulpturen

In der Duo-Ausstellung „Let’s go see the stars, the milky way or even mars“ setzen sich die jungen Künstlerinnen Marie Athenstaedt und Jorinde Fischer mit dem galaktischen Spektrum der Farben und Formen auseinander. Während Marie Athenstaedt in ihren nebelartigen Bildern dem Unsichtbaren nachspürt, präsentiert Jorinde Fischer minimalistische Materialien in physischen Zuständen, die durch ihre farbliche Präsenz stimuliert werden.

XPinky
Florian-Geyer-Straße 109a
12489 Berlin
Bis 3. April 2022
Do. und Fr., 12 bis 18 Uhr

Der Eintritt ist frei und es muss kein Time-Slot gebucht werden.
Informationen

S-Bahn: Adlershof (S8, S9, S85, S45 & S46)

Ein Kunstwerk der Ausstellung Duo-Ausstellung „Let’s go see the stars, the milkey way or even mars“.
© Jorinde Fischer


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