Bienert vor dem Hexenhaus
13. Oktober 2020

Warum gibt es in Berlin Hexenhäuschen?

… wer knuspert an meinem Häuschen? Hänsel und Gretel haben das leckere Haus der Hexe im Wald gefunden. Michael Bienert hingegen macht sich auf die Suche nach einem Exemplar mitten in Berlin. Ob der Historiker fündig wird?


Die bunten Blätter fallen von den Bäumen, der Herbst zeigt sich in seiner vollen Pracht. Hexen und Geister haben nun Hochsaison, daran glauben zumindest die Kinder. Aber sollten sich auch die Erwachsenen fürchten?

Buchautor und Berlinologe Michael Bienert begibt sich auf die Suche nach Berliner Hexenhäusern. Seine Recherchen führen ihn nach Kreuzberg – in den Bergmannkiez. In dem Quartier am Chamissoplatz vermietet die Gewobag Wohnungen und Gewerbe. Und Hexenhäuser soll es dort auch geben. Aber was hat es damit auf sich? Unerschrocken begibt sich Michael Bienert auf die Suche und geht der Frage auf den Grund …

„Warum gibt es in Berlin Hexenhäuschen?“

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Der Kiez am Chamissoplatz in Kreuzberg

Bei dem Besuch von Michael Bienert zeigt sich der Kiez am Chamissoplatz von seiner schönsten Seite: Die sanierten Altbauten, die zu einem Teil zum Bestand der Gewobag gehören, strahlen im Sonnenschein. Die Häuser entstanden zwischen den Jahren 1880 und 1890 als Mietskasernen, den zweiten Weltkrieg haben sie fast unbeschadet überstanden. Knapp 100 Jahre später wurden die Häuser von der Gewobag modernisiert und restauriert.

Die Remisenhäuser des Quartiers

Die Suche nach den Hexenhäusern des Kiezes am Chamissoplatz führt Michael Bienert in die sonst verborgenen Hinterhöfe des Gründerzeitensembles. Versteckt hinter Stuckfassaden befinden sich kleine Remisen, die damals als Unterstellhäuser für Pferde dienten. Anwohnerinnen und Anwohner tauften sie liebevoll Hexenhäuschen. Der Ursprung dieser Spitznamen liegt in der Optik der Häuser im Miniaturformat.

Arbeiten in einem Remisenhaus – Gewerbemieterin Angelika Encke

Die Häuser dienen schon lange nicht mehr als Stallungen für Pferde, sondern als Arbeitsplatz der Gewobag-GewerbemieterInnen. Angelika Encke, Inhaberin von Angelika Encke Styling in der Willibald-Alexis-Str. 28, lässt uns in ihr Remisenhaus spähen. Es ist voller Bilder und bunter Stoffe. Kundinnen und Kunden von Angelika Encke sind keinesfalls verängstigt von dem Hexenhaus. „Im Gegenteil, meine Kundinnen und Kunden sind entzückt, wenn sie das Haus sehen“, so die Stilberaterin und Künstlerin.


Welches Quartier oder welchen Kiez wird Michael Bienert beim nächsten Mal besuchen? Haben Sie Tipps oder Fragen? Dann schreiben Sie uns doch eine E-Mail an info@sowohntberlin.de.

Copyright: Foto & Video © movact


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