Michael Bienert auf dem Wasserturm.
11. September 2020

Wieso gibt es in Berlin Wohnräume wie Tortenstücke?

Wahrzeichen, Denkmal und Zuhause in einem: Der Wasserturm in Prenzlauer Berg hat viele Gesichter. Historiker Michael Bienert zeigt, wie es hinter den schweren Holztüren aussieht und wie die Wohnungen geschnitten sind. Schauen Sie selbst!


„Rapunzel, Rapunzel, lass mir dein Haar herunter“ heißt es in Grimms Märchen. Doch Turmbewohnerinnen und -bewohner gibt es nicht nur in der Welt der Bücher und Märchen. Zum Bestand der Gewobag gehört der Wasserturm in Prenzlauer Berg. In dem im Jahr 1877 fertiggestellten und damit ältesten Wasserturm Berlins fanden neben dem obligatorischen Wasserbehälter auch Wohnungen für Maschinenarbeiterinnen und -arbeiter des Turms Platz.

Heute erfreuen sich die Mieterinnen und Mieter des Wasserturms an lichtdurchfluteten Zimmern mit Panoramablick. Doch wenn der Turm von außen rund ist, wie sieht es dann in den Wohnungen aus? Michael Bienert nimmt uns mit in eine Wohnung des Wasserturms und zeigt den ehemaligen Wasserbehälter sowie die Aussicht vom Dach. Denn wir haben ihn gefragt …

„Sagen Sie mal, Herr Bienert: Wieso gibt es in Berlin Wohnräume wie Tortenstücke?“

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In dem Wasserturm in Prenzlauer Berg sind Badezimmer und Abstellkammern die Ausnahme – bei allen anderen Zimmern handelt es sich um Durchgangszimmer. Es geht von der Diele in die Küche, von der Küche in das Wohnzimmer und in die folgenden weiteren Zimmer der Wohnung. So erstrecken sich die Mietswohnungen jeweils über 180 Grad des Turms. Ein sehr besonderer Grundriss also, selbst für Berliner Verhältnisse. Und den Berlinerinnen und Berlinern scheint das zu gefallen. Der Wasserturm gehört zu den begehrtesten Wohnhäusern der Gewobag. Wir sind froh, dass wir einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen werfen konnten.

Haben wir Ihr Interesse an Berliner Denkmälern geweckt? Dann haben wir noch einen Tipp für Sie: Der diesjährige Tag des offenen Denkmals bietet seit dem 13. September eine Plattform mit digitalen Denkmalführungen an.

Neben einer Denkmalführung durch den Wasserturm in Prenzlauer Berg gibt es unter anderem Führungen mit Michael Bienert durch die Reichsforschungssiedlung Haselhorst und die prunkvolle Karl-Marx-Allee. Und es warten viele weitere spannende Denkmäler auf Sie!

Wir sind gespannt, welches Quartier oder welchen Kiez Michael Bienert beim nächsten Mal besucht. Haben Sie Tipps oder Fragen, die Sie an den Historiker richten wollen? Dann schreiben Sie uns doch eine E-Mail an: info@sowohntberlin.de.

Photo & Video © movact


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