URBAN NATION x Christian Böhmer: Neue One Wall mit eindringlicher Botschaft

11. April 2019

Der Urban-Art-Künstler Christian Böhmer hat eine One Wall in der Schöneberger Bülowstraße umgesetzt, die die prekären Situationen von Prostituierten vor Ort thematisiert.

„Speak up – Stand up“

Dass der Bülow-Kiez nicht problemfrei ist, fällt insbesondere durch die Prostitution vor Ort auf. Mit der neuen One Wall mit dem Titel „Speak up – Stand up“ möchte der Künstler Christian Böhmer auf die fortwährende Gewalt gegen Prostituierte auf der Bülowstraße hinweisen. Tagtäglich stehen junge Frauen auf der Straße und erleben Situationen, über die sie selbst nicht sprechen können oder möchten. Dabei hat jede einzelne von ihnen eine individuelle Geschichte, die es verdient, gehört zu werden. Mit dem Handzeichen, das ein Schweigen andeutet, verdeutlicht uns der Künstler, dass wir das alltägliche Wegschauen als gegeben hinnehmen, ohne die Situation der Frauen auf der Straße zu hinterfragen. Die stille Akzeptanz ermöglicht erst die prekäre Situation. Wir sind aus seiner Sicht nicht unschuldig, sondern aktive Teilnehmer einer kollektiven sozialen Vernachlässigung. Das Werk ist Teil der von Museumsdirektorin Yasha Young kuratierten Außenflächen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum.

Über Christian Böhmer
Christian Böhmer ist ein Graffiti-, Street-Art- und Urban-Art-Künstler aus Köln. Er ist für seine sehr detailreichen und realistisch aussehenden „Papiertütenköpfe“ bekannt, die er als geklebte Paste-ups, aber auch gemalt oder gesprayt auf Wänden präsentiert. Christian Böhmer hat bereits 2018 für das Projekt Community Wall mit URBAN NATION zusammengearbeitet. Der Autodidakt hat sich das Taggen von Graffiti als Teenager selbst beigebracht. Er entwickelte seinen Stil auf einem legalen Graffiti-Spielplatz, in einer alten Lagerhalle. Im Laufe der Jahre wurde es ihm zunehmend wichtiger, Kunst zu schaffen, die eine tiefere Bedeutung hat. So wurden die „Papiertütenköpfe“ geboren. Die Darstellungen von Personen mit Köpfen, die von Papiertüten verdeckt werden, sind sein Medium, um kritisch zeitgenössische und soziale Themen anzugehen – wie den Spagat zwischen Selbstdarstellung und Anonymität in einer immer oberflächlicher werdenden Welt.

Über die Projektreihe One Wall
Unter dem Motto „One Wall – eine Wand, eine Botschaft“ gestalten international bekannte und aufstrebende KünstlerInnen die Fassade eines Gebäudes an öffentlichen Plätzen in Berlin. Initiiert werden One Walls vom URBAN NATION MUSEUM, das unter der künstlerischen Leitung von Yasha Young regelmäßig Größen der nationalen und internationalen Street-Art-Szene nach Berlin einlädt. So wird das Gesicht der Stadt durch urbane Kunst nachhaltig verändert. Jede One Wall vermittelt eine künstlerische Position: Die KünstlerInnen setzen sich mit der Umgebung auseinander und gestalten daraufhin ein individuelles Werk. 27 One Walls international bekannter KünstlerInnen wie Onur & Wes21 (Schweiz), Don John (Dänemark), Shepard Fairey (USA), HERAKUT (Deutschland), Phlegm (Großbritannien), Li-Hill (Kanada) und Pixel Pancho (Italien) sind bereits entstanden.

Bei Interesse an Interviews mit der Museumsdirektorin Yasha Young melden Sie sich bitte unter pr@nullurban-nation.com. Bildmaterialien sind honorarfrei unter https://urban-nation.com/press/ verfügbar.
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Ansprechpartnerin:
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