Luftaufnahme einer hellen mehrstöckigen Altbaufassade mit Balkonen, Innenhof, kahlen Bäumen und rotem Ziegeldach.

Bornholmer Straße 8

Das Wohngebäude mit gewerblicher Nutzung im EG befindet sich in der Bornholmer Straße 8 in Berlin Prenzlauer Berg, im Erhaltungsgebiet Arnimplatz. Es wurde 1906 als ein für die Gründerzeit typischer Mauerwerksbau in geschlossener Bauweise errichtet. Durch die S-förmige Gebäudeausdehnung gliedern sich um zwei Innenhöfe das Vorderhaus, der 1. Seitenflügel, das Quergebäude und der 2. Seitenflügel mit einem Hinterhaus.

Projektsteckbrief

Quartier/Adresse                        Bornholmer Straße 8, 10439 Berlin
Baujahr1906
Anzahl Wohneinheiten36 Wohnungen im Bestand / 7 neue Wohnungen durch Dachgeschossausbau
Wohnfläche gesamtca. 2.600 m²
Anzahl GewerbeFünf Gewerbeobjekte im Erdgeschoss
Gewerbefläche gesamtca. 307 m²
Baustart August 2025
FertigstellungSeptember 2027
MaßnahmenModernisierung, Instandsetzung, Dachgeschossausbau
BesonderheitenKfW Förderung (Bestand) für EH70

Zustand vor Baubeginn

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  • Blick in einen Hinterhof mit alten, beigefarbenen Mietshäusern; unten ein aufgerissener Hofboden und Baumaterial.
    Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia
  • Leere, unsanierte Altbauwohnung mit hohen Fenstern, abblätternden Wänden und staubigem Boden vor der Renovierung.
    Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia
  • Leerer, unsanierter Altbau-Raum mit großer Fensterfront und Blick auf Bäume und gegenüberliegende Häuserzeile.
    Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia
  • Entkernter Altbau-Raum mit offenen Bodenbalken, beschädigten Putzwänden und geöffnetem Fenster zur hellen Hausfassade.
    Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia
  • Unrenovierter Dachboden mit sichtbaren Holzbalken, Ziegelwand, Holzleiter und herumliegendem Bauschutt.
    Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia
  • Helle Altbaufassade mit großen Rundbogenfenstern, verwitterten Balkonen und kahlen Ästen eines Baums im Vordergrund.
    Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia

Projektbeschreibung

Luftaufnahme einer hellen mehrstöckigen Altbaufassade mit Balkonen, Innenhof, kahlen Bäumen und rotem Ziegeldach.
Blick auf die Vorderhausfassade vor Baubeginn | Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia

Grundsätzlich werden die Gebäudeteile mit dem Aufbringen eines neuen  Wärmedämmverbundsystem (WDVS) an den Fassaden, Dachdämmung und der Erneuerung der Haustechnik nach GEG / EH 70 energetisch saniert. Im Zuge dessen erfolgt der Austausch alle Fenster und Balkontüren gegen neue Isolierfenster. Für das Schließen der thermischen Hülle nach GEG / EH70 wird die KG-Decke unterseitig gedämmt.

Die Geschossdecken sind Holzbalken- Decken mit Dielenbelag konzipiert. Schadensbereiche werden nach den Vorgaben des Holzschutzgutachtens saniert. Aufgrund der geplanten Nutzung im Dachgeschoss erhöhen sich die Nutzlasten und die DG-Holzbalken werden gemäß Statik verstärkt. In den Dachbereichen mit geplanten Dachterrassen werden die jeweiligen Deckenfelder gegen massive Ziegeleinhangdecke ausgetauscht. Grundsätzlich wird der Bestandsdachstuhl rückgebaut in Hybridbauweise neu errichtet. Für die neue Dachkonstruktion ist eine sichtbare Stahlrahmengrundkonstruktion mit Stahlpfetten und aufliegender Holzkonstruktion. Innerhalb des Dachs werden die sieben neuen Nutzungseinheiten durch Wohnungstrennwände in Leichtbauweise und massive Treppenhauswände getrennt. Die größeren Dachgeschosswohnungen verfügen über eine eingeschnittene Dachterrasse.

Es wird eine sog. Hybridheizung (Luft-Wärmepumpe auf dem Dach mit Gas- Brennwerttherme im HAR) für eine zentrale Heizungsanlage mit neuen Heizkörpern in den Wohnungen eingebaut.  Ebenso erfolgt die Warmwasserbereitung zentral im Keller. Alle Leitungen im Gebäude werden neu errichtet.

Drohnenaufnahme eines Berliner Wohnblocks mit Innenhöfen, begrünten und roten Dächern sowie Baustelle im Hof.
Blick auf die Dachflächen vor Baubeginn | Foto: Lucas Adrian, Adrianmedia

In den Bestandswohnungen werden leichte Grundrissanpassungen für die Küchen und Bäder vorgenommen. Die Sanierung umfasst die Erneuerung aller Installationsleitungen und Schachtwände, den Einbau von neuen Sanitärobjekten und Armaturen, Erneuerung der Boden- und Wandbeläge sowie der Einbau von neuen Innentüren für Küchen und Bäder. Alle Wohnungen und die Treppenhäuser werden malermäßig überarbeitet.

Für die Elektroinstallation erfolgt die Zählerzentralisation im KG. Von der Hauptverteilern erfolgt die Erneuerung der Elektrosteigeleitungen bis zu den Wohnungsunterverteilern. Innerhalb der Wohnungen werden alle Stromkreise erneuert und mit neuen Steckdosen und Schaltern bestückt. Alle Wohnungen erhalten einen Glasfaseranschluss für schnelles Internet. Auf dem Flachdach erfolgt die Installation einer Photovoltaik-Anlage.

Die Innenhöfe sowie der Vorgarten erfahren durch die Umgestaltung mit der Erneuerung der Außenanlagen eine besondere Aufenthaltsqualität für die Bewohner.

Neuplanung der Fassade

Architektonische Zeichnung einer mehrstöckigen Stadtfassade mit vielen Fenstern, Balkonen, grünem Sockel und grauem Mansarddach.
Zeichnung: Gibbins Architekten GmbH BDA