Junge Frau sitzt mit Laptop auf dem Küchenboden, hält die Hand am Ventilator und lächelt entspannt, während der Luftstrom ihr Haar bewegt.Junge Frau sitzt in der Küche vor Zimmerpflanzen, genießt lächelnd den Wind eines Ventilators, der ihr Haar nach hinten weht.

Hitzeschutz

Die wirksamsten Tipps für MieterInnen:
So bleibt Ihre Wohnung auch an heißen Tagen möglichst kühl.

Stehender Metallventilator im Vordergrund eines Wohnzimmers, dahinter grünes Sofa mit bunten Kissen und Zimmerpflanzen im Hintergrund.

Die Sommer in Berlin werden heißer

Temperaturen von deutlich über 30 Grad sind keine Seltenheit mehr und auch nachts bleibt es in der Stadt oft warm. Auch Wohnungen können sich bei sommerlicher Hitze schnell aufheizen.

Doch schon mit einfachen Maßnahmen können Sie die Hitze spürbar reduzieren. Hier sind die wichtigsten Tipps, damit die Wohnung an heißen Tage möglichst kühl bleibt.

  1. Tagsüber Fenster geschlossen halten
    Wenn es draußen wärmer ist als in der Wohnung, gelangt durch geöffnete Fenster zusätzliche Wärme hinein. Halten Sie die Fenster deshalb tagsüber möglichst geschlossen – insbesondere während längerer Hitzeperioden. Kurzes Lüften ist weiterhin sinnvoll, etwa nach dem Kochen oder Duschen, um warme und feuchte Luft nach draußen zu lassen.

  2. Morgens und nachts richtig lüften
    Nutzen Sie die kühleren Stunden des Tages zum Lüften: Am besten öffnen Sie morgens und abends beziehungsweise nachts mehrere gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. So entsteht Durchzug und die warme Raumluft kann schnell entweichen. Schließen Sie die Fenster wieder, sobald die Außentemperatur steigt.

  3. Räume rechtzeitig abdunkeln
    Sonnenschutz sollte geschlossen werden, bevor direkte Sonne ins Zimmer fällt. Wer wartet, bis der Raum bereits aufgeheizt ist, verschenkt den größten Effekt.

    Besonders wirksam ist außenliegender Sonnenschutz, weil die Hitze gar nicht erst ins Zimmer gelangt. Aber auch innenliegende Rollos, Vorhänge oder Jalousien reduzieren die Wärme spürbar.

  4. Sonnenschutzfolien als günstige Ergänzung
    Sonnenschutzfolien werden direkt auf die Fensterscheibe aufgebracht und können den Wärmeeintrag durch Sonneneinstrahlung reduzieren. Gleichzeitig bleibt Tageslicht im Raum.

    Für Mietwohnungen können innenliegende Folien eine praktische Lösung sein, da sie sich in vielen Fällen wieder entfernen lassen. Je nach Art der Verglasung kann jedoch eine fachliche Beratung sinnvoll sein.

  5. Ventilator richtig einsetzen
    Ventilatoren senken die Raumtemperatur nicht, sorgen durch die Luftbewegung dafür, dass sich die Wärme auf der Haut weniger stark anfühlt. Dabei verbrauchen sie in der Regel deutlich weniger Strom als mobile Klimageräte.

    Besonders angenehm ist der Einsatz, wenn die Wohnung morgens oder nachts bereits gut durchgelüftet wurde. Richten Sie den Ventilator dabei möglichst so aus, dass er die kühlere Luft im Raum verteilt.

  6. Wärmequellen im Haushalt reduziere
    Auch Haushaltsgeräte geben während des Betriebs Wärme an den Raum ab. Schalten Sie Fernseher, Computer und andere Geräte deshalb möglichst vollständig aus, wenn Sie sie nicht benötigen.

    An besonders heißen Tagen kann es außerdem helfen, Herd und Backofen möglichst wenig zu nutzen. Leichte, kalte Mahlzeiten oder das Grillen im Freien sind nicht nur angenehm, sondern vermeiden zusätzliche Wärme in der Wohnung.

  7. Teppiche und schwere Textilien reduzieren
    Auch Textilien können Wärme im Raum speichern. An heißen Tagen kann es deshalb angenehm sein, Teppiche vorübergehend wegzuräumen und schwere Vorhänge durch leichtere Stoffe zu ersetzen. Auch bei der Bettwäsche sorgen dünne, atmungsaktive Materialien für mehr Komfort.

  8. Pflanzen als natürliche Helfer
    Zimmerpflanzen können das Raumklima angenehmer machen. Über ihre Blätter geben sie Feuchtigkeit an die Raumluft ab und können dadurch leicht kühlend wirken. Besonders wichtig ist an heißen Tagen aber: Pflanzen ersetzen keinen Sonnenschutz und regelmäßiges Lüften. Stellen Sie sie möglichst an einen hellen, aber nicht dauerhaft der prallen Sonne ausgesetzten Platz.

Fragen und Antworten zum Thema Hitzeschutz

Sehr sinnvoll:

  • Nachtlüftung (Quer- und Durchzugslüften in den kühlen Stunden)
  • Außenliegender Sonnenschutz (Jalousien, Rollläden, Markisen)
  • Ventilatoren
  • Sonnenschutzfolien als Ergänzung bei unzureichendem Sonnenschutz

Mit Einschränkungen sinnvoll:

  • Mobile Klimageräte (sogenannte Monoblock-Geräte) können Räume kühlen, sind aber oft laut und weniger effizient. Wichtig ist eine gute Abdichtung rund um den Abluftschlauch – sonst strömt warme Außenluft nach und der Effekt verpufft.

Weniger geeignet oder nur kurz wirksam:

  • Dauerlüften bei großer Hitze (z. B. 35 Grad Außentemperatur) bringt zusätzliche heiße Luft hinein, statt zu kühlen.
  • Nasse Handtücher in der Wohnung sorgen zwar kurzfristig für Verdunstungskälte, erhöhen aber die Luftfeuchtigkeit. Wird sie zu hoch, steigt das Schimmelrisiko und die Luft wirkt drückend und unangenehm. Ideal sind etwa 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit; ein Thermo-Hygrometer schafft Klarheit.

Viele Maßnahmen sind ohne Zustimmung der Vermieterin möglich, andere gelten als bauliche Veränderungen und müssen vorab genehmigt werden.

Genehmigungspflichtig:

  • Fest installierte Split-Klimaanlagen mit Wanddurchbruch und Außengerät
  • Außenjalousien und Markisen mit Befestigung an der Fassade
  • Außenrollläden, die in die Bausubstanz eingreifen
  • Sonnenschutzfolien außen, wenn sie die Fassadenwirkung verändern

Meist problemlos ohne Genehmigung nutzbar:

  • Mobile Ventilatoren
  • Mobile Klimageräte (Monoblock) auf Rollen, bei denen der Abluftschlauch durch ein Fenster geführt wird
  • Innenliegende Sonnenschutzfolien, sofern sie rückstandsfrei entfernbar sind
  • Innenliegende Rollos, Plissees und Vorhänge
  • Im Zweifel empfiehlt sich immer ein kurzer Austausch mit der Vermieterin oder dem Vermieter. Eine schriftliche Zustimmung bietet rechtliche Sicherheit.

An heißen Tagen kann eine Pause an einem kühlen Ort für eine spürbare Erleichterung sorgen. Die Kühle-Orte-Karte Berlin zeigt Ihnen schattige Parks, kühle Innenräume und weitere Möglichkeiten, sich bei Hitze in Berlin zu erholen und abzukühlen. Auch Trinkbrunnen und Wasser-Nachfüllstationen sind auf der Karte zu finden.

Hier finden Sie die Kühle-Orte-Karte Berlin

Der Berliner Senat hat ein umfangreiches Informationsportal zum Thema Hitzeschutz eingerichtet. Dort finden Sie weiterführende Informationen, weitere praktische Tipps und wichtige Kontakte rund um den Schutz vor Hitze.

Zum Hitzeschutz-Portal des Berliner Senats