Farbenfrohe Blumenwiese mit Mohn und Wildblumen unter blauem Himmel und weißen WolkenFarbenfrohe Blumenwiese mit Mohn und Wildblumen unter blauem Himmel und weißen Wolken

Wiesenflächen

Natürliche Blumen- und Wiesenflächen – Mehr Natur direkt vor der Haustür

Nicht nur Wildbienen, Spatzen und andere Tiere profitieren von vielfältigen Grünflächen – auch wir Menschen schätzen Natur in unseren Quartieren. Urbane Grünräume bieten Erholung, fördern die Artenvielfalt und tragen zu einem angenehmen Wohnumfeld bei. Gleichzeitig erfüllen sie wichtige klimatische Funktionen, indem sie Schatten spenden, die Umgebung kühlen und die Aufenthaltsqualität verbessern.

Als städtisches Wohnungsbauunternehmen trägt die Gewobag Verantwortung für rund zwei Millionen Quadratmeter Grünflächen und etwa 25.000 Bäume. Deshalb werden die Grünanlagen seit 2021 schrittweise weiterentwickelt und naturnäher gestaltet. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum mit lebenswerten Nachbarschaften und einer vielfältigen Stadtnatur in Einklang zu bringen.

Vielleicht haben Sie bereits bemerkt, dass einige Flächen heute anders aussehen als der klassische kurz gemähte Rasen. Blühende Wildblumen, Kräuter und Gräser schaffen wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel und machen Natur direkt vor der Haustür erlebbar.

Mann untersucht aufmerksam einen großen Baumstamm am Zaun, blickt in die Krone; um ihn herum dichtes Grün von Sträuchern und Bäumen.

Stadtnatur im Quartier:  Unser Rundgang durchs Quartier Tegel-Süd

Wildblumenwiesen, Habitatbäume, Urban Gardening und vieles mehr: Die Gewobag macht ihre Grünanlagen fit für die Herausforderungen des Klimawandels. Wie Natur und Nachbarschaft davon nachhaltig profitieren?

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FAQ: Natürlich Wiesenflächen in städtischen Wohnquartieren

Natürliche Wiesen sind naturnah angelegte Flächen mit heimischen Gräsern, Wildblumen und Kräutern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rasenflächen werden sie nur selten gemäht und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Natürliche Wiesen fördern die Biodiversität, verbessern das Stadtklima und schaffen attraktive Grünflächen. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere und tragen zu einer höheren Lebensqualität bei.

  • Mehr Blütenvielfalt und Naturerlebnis direkt vor der Haustür
  • Förderung von Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern
  • Verbesserte Luftqualität und Kühlung an heißen Tagen
  • Weniger Lärm durch selteneres Mähen
  • Natürliche und abwechslungsreiche Gestaltung des Wohnumfelds

Seltenes Mähen ermöglicht Wildblumen das Blühen und Aussamen. Dadurch können sich stabile Pflanzenbestände entwickeln und Insekten finden über einen längeren Zeitraum Nahrung.

Natürliche Wiesen unterscheiden sich optisch von kurz geschnittenem Rasen. Sie sind bewusst naturnah gestaltet und verändern ihr Erscheinungsbild im Jahresverlauf. Viele Menschen schätzen die natürliche Vielfalt und die wechselnden Blühaspekte.

Nein. Natürliche Wiesenflächen fördern vor allem nützliche Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Ein erhöhtes Risiko durch Schädlinge entsteht in der Regel nicht.

Ja. Natürliche Wiesen eignen sich zum Naturerleben und Umweltlernen. Jedoch sind Spiel- und Sportaktivitäten auf den Wiesenflächen nicht erlaubt. Hierfür stehen die Rasenflächen in den Quartieren zur Verfügung.

Die Anlage kann zunächst höhere Kosten verursachen. Langfristig sind die Pflegekosten oft geringer, da weniger häufig gemäht und bewässert werden muss.

Natürliche Wiesen speichern Kohlenstoff im Boden, fördern die Wasserversickerung und helfen, Hitzeinseln in Städten zu reduzieren. Außerdem erhöhen sie die Widerstandsfähigkeit urbaner Grünflächen gegenüber Trockenheit.

Die Grünflächen im Quartier sind der Lebensraum vieler Kaninchen. Je mehr es hier von ihnen gibt, desto weniger Platz ist für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Damit sich eine bunte Artenvielfalt in Ihrer Nachbarschaft entwickeln kann, bitten wir Sie, die Kaninchen nicht zu füttern. Des Weiteren leisten Sie mit dem Unterlassen der Kaninchenfütterung einen wichtigen Beitrag zu Ihrer eigenen Sicherheit und Wohlbefinden. Durch die teils großzügigen Kaninchenbauten im Erdreich entstehen Schäden in den Freiflächen, die sich teilweise bereits erheblich in beschädigten Gehwegen, absterbenden Pflanzen sowie in ihrer Funktion beeinträchtigten Feuerwehrflächen äußern.

Mehr Infos unter sowohntberlin

Wir erarbeiten derzeit Lösungsstrategien für einen tiergerechten Umgang mit Kaninchen. In den von Wildschweinbesuchen betroffenen Gebieten haben wir Informationstafeln an den Müllkäfigen angebracht. Außerdem informieren wir mit Flyern sowie auf unserer Seite Wildtiere über den richtigen Umgang mit Wildtieren.

Das tiergerechte Füttern von Vögeln im Winter (Dezember bis März) ist grundsätzlich möglich. Zum Schutz der Jungvögel ist die Vogelfütterung im Frühling (April bis Juli) explizit nicht gewünscht. Das Ausbringen oder Bereitstellen von Futterstellen am Boden ist von Seiten der Gewobag untersagt, da dies vorrangig Schädlingspopulationen fördert.

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/index.html
https://www.sowohntberlin.de/meine-stadt/wildtiere-fuettern/

Im Rahmen der regelmäßigen Baumkontrollen findet mindestens 1x jährlich eine Baumbegutachtung statt. Im Rahmen dieser Begutachtung werden Baumpflegemaßnahmen zum Erhalt des Baumhabitus und der von ihm ausgehenden Verkehrs- und Gebäudesicherheit ermittelt. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt gem. Berliner Baumschutzverordnung (BaumSchVO).

Jeder Bestandteil der Grünflächen unterliegt einer bestimmten Pflanzen- und damit Pflegekategorie. Aus diesem Grund sind Pflanzungen durch Dritte ohne vorherige Absprache nicht erwünscht. Bereits erfolgte Pflanzungen werden nach Möglichkeit erhalten.

Gärtnern generiert neue Impulse, schafft einen Rahmen für Naturerfahrung, für Begegnung und Gemeinschaft und ermöglicht darüber hinaus weitergehendes Engagement in den Quartieren. Deshalb unterstützt die Gewobag Urban-Gardening-Initiativen. Dazu schließen Sie mit Ihrer Objektmanagerin oder Ihrem Objektmanager eine entsprechende Nutzungsvereinbarung ab.

Laubsauger richten Schaden an, nicht nur wegen des Lärmpegels. Sie entnehmen der Natur Pflanzensamen, saugen Spinnen und Insekten auf und greifen so massiv in die biologische Vielfalt ein. Wird das Laub stattdessen auf gut bepflanzte Stauden- oder Gehölzflächen gebracht, gehen keine Nährstoffe für Boden und Pflanzen verloren. So kann es langsam vor Ort kompostieren und bietet zudem Schutz für Insekten und Igel.

In den Beständen der Gewobag setzen die Grünpflegedienstleister keine Laubsauger ein, dies ist vertraglich nicht erlaubt. Laubsauger sind nicht zu verwechseln mit Laubbläsern.

Laubbläser (nicht zu verwechseln mit Laubsaugern) unterstützen das Zusammenkehren von Laub und damit auch die Entfernung des Laubs im Zeitraum von Oktober bis Dezember sowie beim Restlaub, welches stellenweise im März/April noch entfernt werden muss.

Pflanzensamen, Spinnen und Insekten werden im Gegensatz zum Laubsauger nicht aufgenommen und verbleiben in den Grünanlagen. Jedoch ist nicht jede Art von Laub in Grünanlagen dienlich. So muss z. B. das Laub der Kastanien mit Miniermottenbefall zur Eindämmung des Schädlings entsorgt werden. Laub von schwer kompostierbaren Baumarten, wie z. B. der Eiche oder der Walnuss wird ebenfalls entsorgt.

In den Gebieten Mitte und Wedding werden testweise vereinzelt akkubetriebene Laubbläser zur Unterstützung der Reinigung von Außenanlagen eingesetzt. Eine rein manuelle Laubaufnahme ist angesichts der Vielzahl der zu bewirtschaftenden Flächen extrem personal- und zeitintensiv und steht daher – auch mit Blick auf die Betriebskostenabrechnungen – gegenüber unseren MieterInnen in keinem wirtschaftlichen Verhältnis.