Buntes Quartiersfest, Auftakt für „Stadtraum!Plus“ und Beteiligung an neuer One Wall im Falkenhagener Feld
Im Falkenhagener Feld wurde heute ein besonderes Jubiläum gefeiert: Vor zehn Jahren ist hier die erste „Familienwohnung im Kiez“ entstanden. Seither wurde das gemeinsame Projekt der Gewobag und ihrer Stiftung Berliner Leben schrittweise auf weitere Quartiere ausgeweitet. Zugleich wurden mit „Stadtraum!Plus“ und der Beteiligung der Bewohnerschaft an der neuen ONE WALL zwei neue Impulse für das Quartier gesetzt.
Zehn Jahre Familienwohnungen im Kiez
Seit zehn Jahren sind die „Familienwohnungen im Kiez“ ein fester Ankerpunkt für Kinder, Familien und Nachbarschaften in herausfordernden Gewobag-Quartieren – unter anderem im Falkenhagener Feld in Spandau. Das gemeinsame Projekt der Gewobag und ihrer Stiftung Berliner Leben zeigt, wie soziale Quartiersentwicklung direkt bei den Menschen ansetzen kann.
In den Familienwohnungen finden Familien einen niedrigschwelligen, verlässlichen Ort für Spiel, Beratung, Unterstützung und Begegnung. Pädagogische Fachkräfte begleiten Kinder und Eltern im Alltag, bauen Vertrauen auf und bleiben kontinuierlich im Kontakt. So sind in den vergangenen Jahren tausende Familien erreicht, über 50.000 Kinderbesuche bei Spiel- und Freizeitangeboten gezählt und zahlreiche Ausflüge, Ferienaktionen und Beteiligungsprojekte umgesetzt worden. Hierzu zählen beispielsweise Schwimmkurse oder die Mitgestaltung von Spielplätzen. Die Familienwohnungen unterstützen Eltern bei Erziehungs- und Alltagsfragen, stärken nachbarschaftliche Netzwerke und tragen dazu bei, Konflikte abzubauen und das Zusammenleben zu stabilisieren. Gleichzeitig fungieren sie als Vermittlungsstellen zu weiteren Hilfen und Angeboten im Quartier.
Als landeseigenes Wohnungsunternehmen sieht die Gewobag die Familienwohnungen als zentrales Instrument ihrer sozialen Verantwortung: Sie bringen Quartiersarbeit unmittelbar zu den Mieterinnen und Mietern und fördern lebendige, vielfältige Nachbarschaften.
„Die Familienwohnungen im Kiez zeigen, wie Wohnen und soziale Verantwortung zusammengehören“, sagt Markus Terboven, Vorstandsmitglied der Gewobag und Vorsitzender der Stiftung Berliner Leben. „Seit zehn Jahren sind sie verlässliche Anlaufstellen für Kinder und Familienorte, an denen Vertrauen wächst, Unterstützung ankommt und Nachbarschaft gelebt wird. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Nachbarschaft in unseren Quartieren, wirken der Anonymität entgegen und geben Kindern einen geschützten Rahmen und eine Perspektive.“
Raik Depil, Geschäftsführer der casablanca gGmbH: „Mit den Offenen Familienwohnungen bieten wir seit vielen Jahren einen verlässlichen und geschützten Ort für Kinder und begleiten Eltern praktisch und beratend in ihrem Alltag. Hier begegnen sich Menschen aller Generationen, kommen miteinander ins Gespräch und unterstützen sich gegenseitig. Dank eines engagierten Netzwerks ist so ein Angebot mit klarem Alleinstellungsmerkmal entstanden, das in Berlin bislang einzigartig ist.“
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Wir stärken in Berlin Familien und ihre Nachbarschaften. Das Projekt ‚Familienwohnung im Kiez‘ ist seit zehn Jahren ein Erfolgsmodell– und ein Angebot für Kinder, Jugendliche, Eltern und Nachbarn. Hier finden sie Unterstützung, Beratung und einen Ort, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Mein Dank gilt der Gewobag, die durch solche Kieztreffs die Entwicklung in den Stadtquartieren fördert und stärkt. Unsere landeseigenen Wohnungsunternehmen übernehmen damit Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin.“
Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieten: „Hier zeigt sich, wie wichtig die Landeseigenen Wohnungsunternehmen für eine sozial gerechte Stadtentwicklung sind. Die Gewobag engagiert sich sehr in sogenannten Interventionsquartieren, in Quartieren, bei denen beim Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin besondere Herausforderungen festgestellt wurden. Neben dem Bau von neuem Wohnraum stabilisieren sie Quartiere und übernehmen Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt. Als unverzichtbare Partner bauen sie nicht für kurzfristige Renditen, sondern für das Gemeinwohl. Und das mit Akteuren der Stadtgesellschaft, wie hier mit der ihr eng verbunden Stiftung Berliner Leben.“
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Das zehnjährige Jubiläum der Familienwohnungen in Spandau zeigt eindrucksvoll, wie gut niedrigschwellige und integrierte Unterstützungsangebote für Familien in belasteten Quartieren wirken können. Das Angebot steht für den Anspruch, Hilfen aus Sozialleistungen, Jobcenter und Familienberatung dort zusammenzuführen, wo Familien leben – in einem offenen, alltagsnahen Rahmen mit gemeinsamer Zeit für Beratung, Lernen und Begegnung. Dieses Konzept verbindet Prävention und Intervention konsequent und stärkt damit Chancen, Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit für alle Generationen.“
Tanja Franzke, Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit und Ordnung: „Prävention und Unterstützung für Familien funktionieren am besten dort, wo Menschen leben, arbeiten und ihre Kinder großziehen. Mit diesem Konzept haben sich die Familienwohnungen im Kiez in den letzten zehn Jahren bewährt. Sie sind inzwischen weit mehr als ein Treffpunkt: sie sind für viele Kinder und Eltern ein zweites Zuhause, das Halt gibt und Alltagsprobleme leichter macht. Der Bezirk trägt deshalb mit fachlicher Expertise, finanzieller Unterstützung und der Vernetzung wichtiger Partner zum Erfolg dieses Projekts bei. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die die Familienwohnungen im Kiez mit großem Engagement tragen und weiterentwickeln.“
Die Idee zur Offenen Familienwohnung ist 2016 im Quartier Falkenhagener Feld entstanden. Elf Partner haben sich damals zusammengeschlossen, um soziale Angebote für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren und einen Treffpunkt für Familien und NachbarInnen zu schaffen. Das erfolgreiche Modell konnte anschließend weiterentwickelt und auf weitere Quartiere übertragen werden. Seit 2019 besteht ein Standort in der Heerstraße/Maulbeerallee, Blasewitzer Ring 50 und im Frühjahr 2023 kam ein dritter Standort im Gebiet Heerstraße Nord, Heerstraße 404, hinzu.
Die beiden zusätzlichen Standorte werden im Rahmen der ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gemeinschaftlich finanziert.
Die Wohnungen sind offene und sichere Orte, an denen sich im Austausch und bei gemeinsamer Beschäftigung ein Gefühl des Miteinanders entwickelt. Offene Angebote werden mit individuellen Hilfen kombiniert. Vor Ort arbeitet pädagogisches Fachpersonal, welches durch ehrenamtliche Kräfte und weitere MitarbeiterInnen unterstützt wird.
Die Offene Familienwohnung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Jugendhilfeträger casablanca gGmbH, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, dem Jugendamt und weiteren Akteuren.
Die Stiftung Berliner Leben ergänzt das Angebot mit kulturellen, sportlichen und bildungsorientierten Projekten und baut ihr Engagement im Falkenhagener Feld mit „Stadtraum!Plus“ weiter aus. Ziel ist es, den öffentlichen Raum als Plattform für Begegnung zu gestalten und die Menschen im Quartier noch stärker einzubeziehen.
Start von „Stadtraum!Plus“ im Falkenhagener Feld
Mit der Veranstaltung wurde offiziell das Projekt „Stadtraum!Plus“ im Falkenhagener Feld gestartet. Ziel des Projekts ist es, den öffentlichen Raum im Quartier gemeinsam mit der Bewohnerschaft weiterzuentwickeln: mehr Aufenthaltsqualität im Kiez, bessere Nutzung bestehender Flächen und neue, flexible Räume für Begegnung, Kultur und Beteiligung. „Stadtraum!Plus“ knüpft an die Erfahrungen der vergangenen Jahre an und versteht den Stadtraum als gemeinsamen Lebensraum, der von den Menschen vor Ort mitgestaltet wird.
Ein weiterer Höhepunkt ist dabei der Start der Beteiligung für die neue ONE WALL von Jim Avignon im Falkenhagener Feld. Die große Fassadengestaltung soll ein sichtbares Zeichen für die Vielfalt und Kreativität des Quartiers setzen und von Anfang an gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden. Sie wird am 28. August 2026 am Kraepelinweg 3 offiziell eingeweiht. Mit dem Jubiläum „10 Jahre Familienwohnungen im Kiez“, dem Start von „Stadtraum!Plus“ und dem Beginn der Beteiligung zur ONE WALL werden im Falkenhagener Feld wichtige Weichen für eine lebendige, soziale und kreative Quartiersentwicklung gestellt.

Über die Gewobag
Die Gewobag gehört mit rund 76.000 Wohnungen und mehr als 150.000 MieterInnen zu den größten Immobilienunternehmen der Hauptstadt und bundesweit. Bis 2030 will das landeseigene Wohnungsbauunternehmen seinen Bestand durch Neubau um rund 10.000 Wohnungen erweitern.
Hier geht’s zum Onlinemagazin: www.sowohntberlin.de
Mehr Informationen über die Gewobag unter: www.gewobag.de