Boca-Raton-Straße 7

Wohnhaus mit Ateliers in Berlin-Hakenfelde

Im Spandauer Stadtteil Hakenfelde entstand direkt am Maselakekanal ein achtgeschossiges Wohnhaus mit Ateliers in ruhiger und schöner Wasserlage. Das Baugrundstück grenzt sowohl an den Maselakekanal als auch an eine öffentliche Grünfläche, die neu gestaltet wird. Das Projekt entsteht auf einer der verbliebenen Baulücken in Hakenfelde.

Es entstanden 13 Mietwohnungen und neun Ateliers zur gewerblichen Nutzung. Die Fertigstellung erfolgte im März 2024.

Projektsteckbrief

AdresseBoca-Raton-Straße 7, 13587 Berlin
Anzahl Geschosse8-geschossig
Anzahl Wohnungen13
davon barrierefrei7
davon Mietpreis- und belegungsgebunden1
Wohnfläche gesamt743 m²
Wohnungen WBS1 Wohnung
Wohnungsmix12 Zweizimmer-Wohnungen,
1 Dreizimmer-Wohnung
Anzahl Gewerbe9
Gewerbefläche gesamt463 m²
EnergiestandardKfW-55-Standard
BaustartAugust 2022
BaufertigstellungMärz 2024
BesonderheitenDirekte Lage am Maselakekanal
Konzept „Work & Living“: Wohn- und Gewerbebereiche auf jeder Etage

Weitere Informationen

Der Ortsteil Hakenfelde liegt nördlich der Spandauer Altstadt an der Oberhavel. Die Bebauung ist hier vorstädtisch aufgelockert. Typisch sind Mischgebiete, die gleichermaßen zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen genutzt werden. Der Bereich direkt an der Havel war bis Anfang der 1990er-Jahre Teil des großen Spandauer Industriehafens. Hier lagerten Kohle und Öl, Baustoffe und Schrott. Andere Flächen wurden durch Industriebetriebe genutzt. Mitte der 1990er-Jahre wurden die Industrieanlagen abgerissen, um die beiden Havelufer zu einer attraktiven Wohnlage zu entwickeln. Es entstand das Projekt Wasserstadt Oberhavel. Sowohl in Haselhorst als auch in Hakenfelde wurde bis zum Jahr 2000 etwa ein Drittel der geplanten Wohnanlagen realisiert. Der stark gestiegene Bedarf an Wohnungen führte dazu, dass gegenwärtig die verbliebenen Baulücken auf beiden Seiten der Havel geschlossen werden. Dazu gehört das Atelierhaus Boca-Raton-Straße 7.

Das Grundstück liegt am Maselakekanal, einem der vielen Spandauer Wasserarme. Die Maselake war zunächst ein landwirtschaftlich genutztes Flurstück im Spandauer Norden. Um 1900 wurde der Bereich als Industriegebiet entwickelt und die Havel zum Spandauer Nordhafen ausgebaut. Zu dieser Zeit entstand auch der Kanal. Die industrielle Nutzung endete in den 1990er-Jahren.

Die Wohnlage ist gut erschlossen, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr über die nahe Streitstraße recht gut. Einzelhandel sowie Kitas gibt es im direkten Umfeld. Nur wenige hundert Meter entfernt, am Ende des Kanals, entsteht in den nächsten Jahren eine neue Grundschule.

Für Sport und Freizeit gibt es hier beste Bedingungen. Der Maselakepark lädt zum Laufen und Radfahren ein. Durch die Havelnähe kommen Wassersportler ganz besonders auf ihre Kosten. Hier sind Schwimmen, Rudern, Stand-up-Paddeln und vieles mehr möglich. In Verlängerung der Boca-Raton-Straße führt über den Kanal der Maselakekanalsteg. Über den Steg verläuft auch der Havelradweg. Er verbindet die Spandauer Altstadt und Hennigsdorf.

Für umfangreiche Einkäufe ist die Spandauer Altstadt nicht weit entfernt. Hier gibt es auch viele kleine Cafés und Restaurants. Spandau ist sehr gut an das Bahnnetz angeschlossen und verfügt auch über einen ICE-Haltepunkt.

Illustration Fassadenansichten Boca-Raton-Straße
Fassadenansichten

Auf dem Grundstück entstand ein achtgeschossiges Gebäude mit sieben Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Im Erdgeschoss entstanden zwei Ateliers, in den Obergeschossen eins bis sechs jeweils zwei Zweizimmer-Wohnungen sowie ein Atelier. Im Dachgeschoss entstanden eine Dreizimmer-Wohnung und ein Atelier. Die 13 Wohnungen haben Wohnflächen zwischen 54,22 m² und 74,24 m². Bäder sind mit einer barrierefreien Dusche ausgestattet. Wohnungen und Ateliers in den Obergeschossen haben einen Balkon, im Dachgeschoss eine Dachterrasse. Alle Flächen verfügen über eine Fußbodenheizung. Es wurden 26 Fahrradabstellplätze im Außenraum geschaffen.

12 Zweizimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von 54,22 m² bis 57,28 m²
1 Dreizimmer-Wohnung mit einer Wohnfläche von 74,24 m²
9 Gewerbeflächen für Ateliernutzung mit Nutzflächen von 31,09 m² bis 56,33 m²

Das Gebäude zeichnet sich durch eine kompakte Bauform aus, die zu einer hohen Energieeffizienz beiträgt (Energieeffizienzklasse gemäß KfW-55-Standard). Eine wirksame Wärmedämmung sowie die Versorgung mit Nah-/Fernwärme sind nicht nur wichtige Beiträge zum Klimaschutz, sondern sie sorgen auch für niedrige Heiz- und Warmwasserkosten, was den Mietern zugutekommt. Die Dachfläche wird extensiv begrünt. Eine spätere Installation einer Photovoltaik-Anlage wird vorbereitet. Das Oberflächenwasser wird über Mulden versickert.