Das Bild zeigt eine große Wärmepumpe auf einem begrünten Flachdach in Berlin. Im Hintergrund ist die Berliner Skyline sichtbar, einschließlich des markanten Fernsehturms und der Kuppel des Berliner Doms. Der Himmel ist blau mit wenigen Wolken. Die Wärmepumpe ist dunkel und hat mehrere Ventilatoren an der Seite.Das Bild zeigt eine große Wärmepumpe auf einem begrünten Flachdach in Berlin. Im Hintergrund ist die Berliner Skyline sichtbar, einschließlich des markanten Fernsehturms und der Kuppel des Berliner Doms. Der Himmel ist blau mit wenigen Wolken. Die Wärmepumpe ist dunkel und hat mehrere Ventilatoren an der Seite.

Wärmepumpen

Umrüstung für ein klimaneutrales Berlin

Angesichts des Klimawandels und seinen drohenden Folgen zählt der Klimaschutz zu unseren drängendsten Aufgaben. Mit mehr als 76.000 Wohnungen ist die Gewobag ein großer CO₂-Emittent, deshalb haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2045 soll unser Gebäudebestand klimaneutral sein.

Der größte Hebel, um unsere Klimaziele zu erreichen, ist die Sanierung unseres Immobilienbestands, darum arbeiten wir fortlaufend daran, unsere Gebäude instand zu halten und zu modernisieren. Ein wichtiger Baustein ist dabei, Bestandsgebäude mit zukunftsfähigen, klimafreundlichen Heizanlagen auszustatten, zum Beispiel mit Wärmepumpen. Mehr zum Thema erfahren Sie in den Fragen und Antworten auf dieser Seite.

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Um den globalen Klimawandel einzudämmen, müssen die weltweiten Treibhausgas-Emissionen drastisch reduziert werden – eine Zielstellung, die auch für Deutschland und Berlin gilt. Bis 2045 will die Hauptstadt klimaneutral sein. Der Gebäudesektor ist dabei ein wichtiger Faktor. In Wohngebäuden werden rund 80 Prozent des Energieverbrauchs durch Heizen und Warmwassererzeugung verursacht. In der Wärmeversorgung steckt also enormes Einsparungspotenzial, deshalb ersetzt die Gewobag bis 2045 alle alten Heizungsanlagen durch moderne, klimaschonende Anlagen. Die gesetzlichen Vorgaben machen diesen Schritt unabdingbar.

Die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien wird vom Gesetzgeber verlangt. So schreibt das Gebäudeenergiegesetzt (GEG) vor, defekte oder sehr alte (und damit klimaschädliche) Heizanlagen durch neue Heizanlagen zu ersetzen, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Hierzu zählt unter anderem die Wärmepumpe. Weitere Informationen hierzu finden sich in den aktuellen GEG-Anforderungen.

Eine Wärmepumpe ist ein modernes Heizsystem, das Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich nutzt, um Gebäude effizient und klimafreundlich zu beheizen. Statt fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas kommt dabei Strom zum Einsatz, in Gewobag-Gebäuden grüner Ökostrom. Dieses nachhaltige, verbrennungsfreie Modell sorgt nicht nur für besser Luft, sondern macht die Wärmeversorgung auch unabhängiger von globalen Brennstoffmärkten.

Im Prinzip funktioniert eine Wärmepumpe wie ein Kühlschrank, allerdings umgekehrt: Während ein Kühlschrank Wärme von innen nach außen transportiert, zieht die Wärmepumpe Wärme von außen nach innen.

Der Wirkmechanismus spielt sich in einem geschlossenen Kreislauf ab. Ein Kältemittel im Inneren der Wärmepumpe nimmt die Umweltwärme auf und verdampft dadurch bei niedriger Temperatur. Anschließend wird das nun gasförmige Kältemittel in einem Kompressor verdichtet – ein Vorgang, bei dem sich das Gas unter Druck erwärmt, ähnlich wie man es von der Verwendung einer Luftpumpe kennt. In einem dritten Schritt gibt das Gas seine Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizsystem ab. Dabei verflüssigt sich das Kältemittel wieder, ehe es sich unter geringerem Druck weiter abkühlt. Danach beginnt der beschriebene Zyklus von vorn. Visualisierungen hievon finden sich zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesverbands Wärmepumpe.

Betrieben werden Wärmepumpen mit Strom – in Gebäuden der Gewobag mit grünem Ökostrom.

Die drei Hauptarten von Wärmepumpen unterscheiden sich vor allem durch ihre jeweilige Wärmequelle (Luft, Erdreich, Wasser). Luft-Wasser-Wärmepumpen sind oft günstiger und einfacher zu installieren, da sie weder Erdbohrungen noch Zugang zu Grundwasser benötigen. Bei der Modernisierung von Bestandsgebäuden werden daher häufig Luft-Wasser-Wärmepumpen verwendet.
Darüber hinaus existieren hybride Wärmepumpen, bei der eine Wärmepumpe mit einer herkömmlichen Heizungsanlage kombiniert wird. Auch dieses Modell eignet sich besonders gut für Modernisierungsmaßnahmen.

Wenn möglich, werden Bestandsgebäude an das Berliner Fernwärmenetz angeschlossen. Wo kein Fernwärmenetz zur Verfügung steht, werden die Alternativen sorgfältig abgewogen. Der Mix aus hoher Energieeffizienz, vergleichsweise einfacher Umrüstung und Kosten spricht in den meisten Fällen für die Installation einer Wärmepumpe. Die Umrüstung findet bis 2045 schrittweise statt.

MieterInnen betroffener Häuser werden über geplante Umrüstungsmaßnahmen rechtzeitig in Kenntnis gesetzt. Dies geschieht in der Regel durch ein personalisiertes Anschreiben.

Die Umrüstung der Wärmeversorgung ist mit einer erheblichen Investition verbunden. Trotzdem werden die Energiekosten in den betroffenen Gebäuden nicht zwangsläufig steigen. Klar ist allerdings auch: Die Wärmekosten müssen anschließend weiter überprüft werden. Perspektivisch kann es im Rahmen der vertraglichen Regelungen mit dem zuständigen Wärmedienstleister zu einer Steigerung des Wärmepreises kommen – genauso wie vor der Umrüstung der Heizanlage.

Wärmepumpen arbeiten mit geringeren Vorlauftemperaturen, das heißt, sie erwärmen das Heizwasser weniger stark als herkömmliche Heizanlagen. Für die gewohnte Raumtemperatur benötigen die Heizkörper daher mehr Heizwasser, deshalb dürfen MieterInnen ihre Thermostate etwas weiter aufdrehen als zuvor. Keine Sorge: In Summe aus geringerer Heizwassertemperatur und mehr Heizwassereinsatz bleibt die verbrauchte Wärmemenge gleich, sodass hierdurch keine höheren Kosten entstehen.

Wärmepumpen arbeiten nicht komplett geräuschlos. Die Gewobag wird jedoch dafür Sorge tragen, dass die Schallemissionen möglichst gering bleiben und gibt hierfür Schallgutachten in Auftrag. Die geltenden Grenzwerte werden selbstverständlich eingehalten.

Die Außeneinheiten der Wärmepumpen werden entweder auf dem Dach oder im Außenbereich des Gebäudes installiert. Während der Installation kann es vorübergehend zu Einschränkungen kommen. Wir informieren Sie rechtzeitig über konkrete Maßnahmen und Zeiträume und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Dadurch, dass keine fossilen Rohstoffe wie Öl oder Gas verbrannt werden, sorgen Wärmepumpen für eine spürbare Verbesserung der CO₂-Bilanz, was sich auch in der CO₂-Steuer bemerkbar macht. Und: Für den eingesetzten Strom zum Betrieb einer Wärmepumpe fällt keine CO₂-Abgabe an.

Um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten, müssen Wärmepumpen regelmäßig gewartet werden. Aber: In der Regel sind Wärmepumpen weniger wartungsintensiv als herkömmliche Heizsysteme.

Ja, in der Regel werden entsprechende Förderprogramme genutzt. Die relevanten Förderprogramme sind insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Darüber hinaus können weitere Förderprogramme in Anspruch genommen werden, insbesondere wenn die Installation einer Wärmepumpe im Zusammenhang mit einer Gebäudemodernisierung oder einem Neubauprojekt steht.